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Transkript
00:00Ich bin als Frau in diesem Staat einfach weniger wert wie ein Mann, der erwerbstätig ist.
00:05Das ist eine totale Verarschung von Frauen, die wirklich ihr Leben da reinstecken, Kinder aufzuziehen.
00:11Wieso soll es als Berufsbild Arbeit sein, als Arbeit deklariert sein und nur weil es zu Hause getätigt wird, dann
00:16plötzlich keine Arbeit mehr sein.
00:17Klar ist es jetzt nicht vergleichbar mit einem normalen Herklin-Kömmlichen-Bürojob vielleicht.
00:21Trotzdem brauchen Frauen Unterstützung und Wertschätzung für das, was sie leisten.
00:24Eine Familie ist kein Rechenbeispiel, kann nur einer sagen, der ein sehr gutes Einkommen hat und noch nie rechnen müssen
00:30hat.
00:30Wie sich am Ende des Monats alles ausgeht, wie man in Urlaub fahren kann, wie man die Kinder, keine Ahnung,
00:36Schulsachen kaufen kann und so weiter.
00:38Mein Mann und ich haben gemeinsam vier Kinder und einen Pflegesohn.
00:41Ich bin Kleinkindpädagogin. Ich habe über 14 Jahre als Tagesmutter gearbeitet.
00:45Ich weiß, wie viel Arbeit das ist. Natürlich kriegt man auf viel. Es ist einer der schönsten Jobs, aber es
00:50ist halt auch Arbeit.
00:50Was bekommen die Frauen für diesen Lebensdienst? Sie bekommen Armutsgefährdung, weniger Pension.
00:56Ich liebe meine Kinder und ich habe das gern gemacht, aber ich habe deswegen um 400 bis 500 Euro weniger
01:02Pension wie eine Kollegin, die zum Beispiel keine Kinder hat.
01:05Von Emotionen kann ich mir halt nichts kaufen.
01:07Es ist einfach eine erzkonservative Haltung, dass Frauen prinzipiell für die Kinderbetreuung zuständig sind, für alles, was irgendwie um Haus
01:15und Hof zu tun ist und das halt so nebenbei gehen muss.
01:17So etwas sagt man nicht, wenn man es nicht denkt. Das passiert nicht so daneben, weil er müde war oder
01:24weil er nicht nachgedacht hat.
01:26Außerdem wird er zu gut bezahlt dafür, dass er nachdenken darf. Das ist zumutbar.
01:31Gleichzeitig ist diese Entschuldigung ja nur deswegen gekommen, dadurch, dass wir Nachdruck gemacht haben und nicht aus dem Grunde, dass
01:39es ihm wirklich leid tut.
01:39Als Mann bin ich hier, weil ich selbst Vater dreier Kinder bin, weiß, wie es ist, Kehrarbeit zu leisten, wie
01:45schwierig es ist, sich Erziehungsarbeit aufzuteilen.
01:48Wenn sich da Herr Stocker hinstellt und so, dass sie tut, dass das alles kein Problem ist.
01:52Ich möchte nicht wissen, wie die Aufteilung bei ihm als Anwalt und Politiker war innerhalb seiner Familie.
01:58Ich finde, es gehört eine verpflichtende Väterkarenz, weil ich glaube, dann werden solche Schlager ganz schnell erledigt.
02:04Es ist genau der Herr Stocker, der im gleichen Sinne auch sagen könnte, die Politik ist mir so eine Liebe,
02:09ich mache es zu Liebe zum Volk,
02:11deswegen müsste ich da eigentlich auch nicht bezahlt werden, weil du bekommst ja die Volksliebe sozusagen.
02:15Ich bin froh, dass ich Sie nie gewählt habe, Herr Stocker.
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