- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
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01:16Halt! Stop! Stehenbleiben!
01:18Polizei!
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02:53Okay.
02:55Gott?
02:57Ja.
03:05Da an der Ecke hat sie gelegen.
03:07Wahrscheinlich hat der Täter sie hier reingezogen,
03:08damit man sie von der Straße nicht gleich sieht.
03:10Mit der Tatwaffe.
03:12Da oben ins Gebüsch.
03:14Geschmissen.
03:17Kaffee wäre jetzt gut.
03:18Ja.
03:24Morgen.
03:26Ah, Kaffee.
03:28Danke.
03:29So bin ich nun mal.
03:30Hast du da noch ein Spiegelei?
03:31Ja, danke.
03:33Hey, aufhören.
03:37Oh, scheiße.
03:39Voll.
03:40Sorry.
03:45Was sag ich, dass du im Schlaf quatscht?
03:47Was?
03:48Ja.
03:49Was habe ich Ihnen gesagt?
03:51Na ja, das erzähle ich dir ein andermal.
03:55Iris Meyer, 28 Jahre alt.
03:58Keine Vergewaltigung, kein Raubüberfall.
04:01Ihr Portemonnaie mit 400 Euro war noch da.
04:05Der Fundort der Leiche ist ganz in der Nähe von ihrer Wohnung.
04:07Wir waren da gerade.
04:08Sie hat offensichtlich allein gewohnt.
04:10Gearbeitet hat sie als Brokerin bei so einem Investmentfonds in Frankfurt.
04:13Ich fahre später mal vorbei.
04:14Morgen, Frau Dr. Engel.
04:15Morgen, Leute.
04:16Morgen.
04:17Ah, nicht gut.
04:21Frau Meyer hat eine schwere Kopfverletzung,
04:24die er durch einen kräftigen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand zugefügt wurde.
04:28Die Tatwaffe ist wahrscheinlich ein Pflasterstein.
04:30Er wird gerade an der KTO untersucht.
04:31Darf ich meine Ausführungen beenden oder wollen Sie für mich weitermachen, Schabbat?
04:35Bitte.
04:36Es kam zu schweren Hirnblutungen, an deren Folgen sie gestorben ist.
04:40Der Tod ist schnell eingetreten.
04:41Die Hämatome, die Sie hier sehen, sind typisch für einen festen Zugriff,
04:45der allerdings etwas vor dem Schlag auf den Kopf passiert sein muss.
04:49Sonst wären sie beim Stillstand der Blutzirkulation nicht so ausgeprägt gewesen.
04:52Verstehe.
04:53Wie lange davor?
04:54Etwa ein bis zwei Stunden vor der eigentlichen Tatzeit.
04:57Und die war wann?
04:58Zwischen 21 und 22 Uhr.
05:00Danke.
05:01Gerne.
05:01Danke.
05:04Ihre Eltern wohnen in Freiburg, sind aber zur Zeit mit einem Wohngebild in den USA unterwegs.
05:09Wir versuchen sie zu erreichen.
05:10Freunde, Bekannte.
05:12Es gibt Hinweise auf eine Freundin, Svenja Bach.
05:14Die wollten wir jetzt eigentlich aufsuchen.
05:16Wieso eigentlich?
05:17Im Kommissariat ist das Mädel, das die Kollegen zur Leiche geführt hat.
05:20Also zufälligerweise.
05:21Sie ist eine Sprüherin, Graffiti und ...
05:23Ah, gut, gut.
05:24Dann rede ich mit dir.
05:25Bis später.
05:27Gut.
05:33Sie sind Frau Semper?
05:36Hallo.
05:37Guten Tag, Reuter Oberstaatsanwalt.
05:39Sie haben gestern Abend eine Person gesehen, bevor die Kollegen von der Polizei Kontakt zu Ihnen aufgenommen haben?
05:46Ja, als ich anfangen wollte, hing da so ein Typ rum.
05:52Ich bin dann woanders hingegangen.
05:56Gut.
05:59Fasanerie.
06:00Okay.
06:02Sieht sich hier aus?
06:03Ja, klar.
06:03Ich bin Wiesbadenerin.
06:05Da geht's lang.
06:08Sag mal, habe ich vorhin wirklich im Schlaf geredet?
06:11Ja.
06:12Pass gut auf.
06:14Parasomnie wirkt sich negativ auf die Erholsamkeit des Schlafs aus.
06:18Parasomnie?
06:19Schau mal, die schönen Katzen.
06:21Das sind keine Katzen, das sind Luchse.
06:23Luchse sind keine Katzen, oder wie?
06:27Frau Bass?
06:28Svenja wach?
06:29Ja.
06:30Hauptkommissarin Klar, das ist mein Kollege Schubert.
06:33Ihre Nachbarin sagt für uns, dass wir sie hier erreichen.
06:35Worum geht's denn?
06:37Sie war noch mit Iris Meier befreundet, oder?
06:40Ja, ich bin mit ihr befreundet.
06:41Ganz aus der Schule.
06:43Wir treffen uns ab und zu.
06:48Was ist denn los?
06:50Und wo hing dieser jemand hier rum?
06:55Da unten auf der Straße.
06:58Wann war das genau?
07:01Keine Ahnung.
07:03Sie waren dann nochmal weg.
07:06Wie lange?
07:08So eine halbe Stunde.
07:11Und Sie sind dann wiedergekommen, weil die Luft hier rein war.
07:17Fällt Ihnen nichts anderes ein?
07:20Der Typ hatte so eine komische Kappe auf.
07:22So eine Basecap?
07:24Ne, eine Batschkappe.
07:26Eine was?
07:26Eine Batschkappe.
07:27Was ist das denn?
07:28Na, so eine Kappe mit Schirm.
07:30Aber irgendwie flacher.
07:32Altmodischer.
07:33Ah, verstehe.
07:35Naja, das ist ja immerhin schon was.
07:40Seit des Wochenende habe ich Iris das letzte Mal gesehen.
07:44In einer Kneipe in der Altstadt.
07:47Tobias war auch dabei.
07:49Tobias?
07:52Tobias Henrich, ihr Freund.
07:54Er spielt in einer Band.
07:56Wir sind zusammen zur Schule gegangen.
07:58Wissen Sie, wo wir den finden?
08:00Er hat eine Wohnung bei seinen Eltern im Nerotal.
08:03Einen Moment.
08:04Wo genau?
08:07Ist Ihnen bei dem Treffen irgendwas Besonderes an Iris Meyer aufgefallen?
08:13Das war jetzt ziemlich geschafft.
08:16Irgendwie schlecht drauf.
08:19Vielleicht der Job?
08:26Und wie ist das passiert?
08:28Das untersuchen wir gerade.
08:30Waren Sie ein Paar?
08:32Ja.
08:33Wie haben Sie sich jeden kennengelernt?
08:37Iris und ich waren schon in der Schule zusammen.
08:40Nach dem Abi haben wir uns aus den Augen verloren und vor kurzem zufällig wieder getroffen.
08:46Und wie es dann halt so ist, ja.
08:49Wann?
08:51Herr Henrich?
08:54Wann haben Sie denn Frau Meyers das letzte Mal gesehen?
08:57Vorgestern.
08:58In Ihrem Umfeld.
09:00Gab es jemanden, mit dem Sie Streit hatte?
09:05Da war ein Typ in Ihrer Abteilung, der hat sie nicht in Ruhe gelassen.
09:08Inwiefern nicht in Ruhe gelassen?
09:10Keine Ahnung, es gab bald Stress.
09:13Hat sie da mal Namen erwähnt?
09:17Nicht, dass ich mich erinnern kann.
09:19Aber der hat auch schon mal vor Ihrer Tür gewartet.
09:22Hm.
09:24Was machen Sie eigentlich zur Zeit?
09:25Ich studiere.
09:26Musik, hm?
09:27Jura.
09:31Das sieht ja sehr nach Jura aus hier.
09:34Ich habe einen Job als Studiummusiker in Frankfurt angeboten bekommen.
09:36Das überlege ich mir.
09:38Also Trauer sieht anders aus.
09:41Hast aber schon wusste, dass sie tot ist.
09:43In den Nachrichten war es aber noch nicht, oder?
09:44Nein, dann hätte er auch bestimmt anders reagiert.
09:55Die Kripo war hier.
10:00Hauptkommissarin Kerstin Klar.
10:08Wir können später noch mal telefonieren.
10:16Ich will nicht, dass du einfach so in mein Zimmer kommst.
10:18Wie oft muss ich dir das noch sagen?
10:20Ich wollte dir nur deine Wäsche bringen.
10:23Was war denn das für Leute?
10:26Polizei, Mama.
10:28War nicht schon wieder.
10:33Iris ist tot.
10:37Sie wurde umgebracht.
11:02Und dann läuft das.
11:04Auf jeden Fall. Das schafft wir auch noch.
11:08Ja.
11:09Guten Tag.
11:10Sie ermitteln wegen Iris Meyer?
11:12Ja. Und Sie? Sie waren ihr Chef?
11:15Ja.
11:16Wirklich tragisch.
11:17Iris hätte eine große Zukunft gehabt.
11:21Das sieht ziemlich stressig aus hier.
11:23Ist es auch.
11:26Damit wird nicht jeder fertig.
11:27Und viele sind irgendwann ausgebrannt.
11:29Aber Iris, immer voller Power.
11:31Ja, wie dieses Sales hier mit den Batterien.
11:34Ist das außer Werbung oder was?
11:36Ja.
11:37Wenn die anderen nach Hause gegangen sind,
11:39dann hat sie noch den Börsenschluss seiner Wallsfield abgewartet.
11:42So einen Kollegen gegeben haben, der nicht so begeistert von ihr war.
11:46Stefan Groth.
11:48Er war lange hier.
11:50Konnte aber irgendwann nicht mehr mithalten hier.
11:52Mussten uns leider von ihm trennen.
11:55Und was war jetzt das Problem zwischen Iris Meyer und Stefan Groth?
12:00Er hat ihr vorgeworfen, ihn gemobbt zu haben.
12:10Stefan Groth soll Iris Meyer sogar täglich angegriffen haben.
12:13Wir fahren zu ihm und hören uns seine Version an.
12:16Und sonst?
12:17Ihr Chef hat total von ihr geschwärmt.
12:21Super Job, stressresistent, Power ohne Ende, wie diese Häschen da.
12:26Ja, außer Werbung.
12:29Was hat denn die Untersuchung der Tatwaffe hergegeben?
12:30Keine biologischen Spuren oder Fingerabdrücke, die wir zuordnen können.
12:34Haben wir überhaupt Spuren vom Tatort?
12:36Nichts. Leider.
12:38Okay.
12:39Ich darf doch, oder?
12:54Wie läuft das eigentlich mit dir und Sabine?
12:56Gut.
12:58Gut?
12:59Ja.
13:00Gut.
13:02Hey, äh, gut, dass du mich zurückholst. Ich hab eine Frage.
13:06Ähm, hab ich an dich gestern noch durch Schlaf geredet?
13:12Ähm, ne, nur so, du, ich muss, ähm, wir sehen uns heute Abend. Tschüss.
13:16Ich scheint dich ja sehr zu beschäftigen.
13:19Du hast mir doch gesagt, dass es gefährlich ist.
13:21Ich hab das mal im Netz gecheckt und das kann total krasse Auswirkungen aus dem Nervensystem haben und außerdem...
13:27Okay.
13:28Okay, gut.
13:57Stefan Groth, bitte hinterlasse eine Nachricht.
14:01Kripo Wiesbaden.
14:02Hauptkommister Schubert.
14:04Herr Groth, ich muss Sie dringend sprechen.
14:06Melden Sie sich bitte unter Wiesbaden 3...
14:18Guten Tag.
14:19Guten Tag, Hörer.
14:23Ich freue mich, Sie so schnell wiederzusehen.
14:25Das schätze ich an Männern Ihres Formats. Immer ein Kompliment auf den Lippen selbst, wenn's gelogen ist.
14:31Frau Dr. Engel, die Welt ist nicht so schlecht, wie Sie denken. Und?
14:34Nach Ihrem Anruf habe ich das Blutbild, schauen Sie hier, von Frau Meier nochmal genau angeschaut und zur Sicherheit den
14:42Urin untersuchen lassen.
14:44Oh.
14:46Eindeutig.
14:56Hallo, Herr Henrich.
14:57Ah, Svenja.
14:58Ist Tobias nicht da?
14:59Keine Ahnung. Seid ihr verabredet?
15:01Nee, ich war gerade in der Gegend, wollte mal schauen, wie es ihm geht.
15:04Ich rieche so aus.
15:05Danke.
15:06Übrigens, meine Frau hätte sich sicher gefreut, Dich zu sehen. Aber sie ist nicht da.
15:11Schönen Tag.
15:12Ja.
15:12Ja.
15:23Ja.
15:25Ja.
15:45Ich habe nochmal mit Frau Dr. Engel gesprochen. Iris Meier war Dauerkonsumentin von Crystal Meth.
15:49Ach.
15:51Na dann wird doch klar, warum sie immer so eine Power hatte.
15:54Also weder Svenja Bach noch Tobias Hendrich haben irgendeine Andeutung gemacht, dass sie auf Drogen war.
15:59Und bei Crystal bekommt man das definitiv mit, wenn man befreundet ist.
16:01Ja.
16:03Also bei Tobias Hendrich hätte ich eine Erklärung für Dachschwein.
16:10Ja, bitte.
16:11Frau Hendrich.
16:12Guten Tag.
16:13Mein Name ist Reuter, Schlosserbächer Wiesbaden.
16:15Wir haben einen Versuchungsbeschluss.
16:21Wom geht es denn?
16:23Es geht um den Tod der Freundin ihres Sohnes.
16:25Wir hätten noch ein paar Fragen.
16:26Ist er zu Hause?
16:28Der müsste unten in seiner Wohnung sein.
16:31Ähm.
16:42Ist offen.
16:47Herr Hendrich?
16:48Haben Sie was vergessen?
16:49Zu fragen, ob der Tod von Iris was mit ihrem Handel mit Crystal Meth zu tun haben kann.
16:54Das tun sie auch nicht so.
16:55Sie wurden letztes Jahr wegen Drogenhandel zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
16:58Wir finden sowas raus.
17:08Wir finden sowas raus.
17:20Was ist hier los?
17:24Das ist doch jetzt über ein Jahr her.
17:27Tobias ist verurteilt worden und hat daraus gelernt.
17:30Das hoffen wir natürlich alle, Frau Hendrich.
17:32Aber angesichts des Gefeilsabendtodes von Frau Meier werden Sie verstehen, dass wir nichts ausschließen dürfen.
17:39Wer ist das auf dem Foto neben Ihrem Sohn und Frau Meier?
17:43Svenja.
17:44Svenja Bach.
17:44Ah.
17:46Die drei sind zusammen zur Schule gegangen.
17:48Mir wäre es ja lieber gewesen, Tobias wäre mit ihr zusammengeblieben, aber Iris hat ihn immer wieder um den Finger
17:53gewickelt.
17:54Ihr Sohn war mal zusammen mit Frau Bach, bevor er mit Frau Meier.
17:57Mhm.
17:59Ja, und auf einmal taucht Iris auf und...
18:04Was ist hier los?
18:06Guten Tag, Reuter, Staatsanwalt Herr Hendrich.
18:08Ja.
18:09Ich bin Strafverteidiger.
18:10Wir sind uns schon mal vor Gericht begegnet.
18:12Der Fall Emmerich.
18:13Freispruch.
18:14Erinnern Sie sich?
18:15Ah, ja.
18:16Also die Angaben zum Tatvorwurf, die sind ja wohl mehr als lächerlich.
18:22Und der Zweck der Durchsuchung?
18:23Sicherstellung von Methamphetamin.
18:25Das ist doch absurd.
18:27Als ob mein Sohn in unserem Haus Drogen versteckt.
18:31Sie stellen das hier bitte sofort ein.
18:33Wir sind noch nicht fertig.
18:34Dieser Durchsuchungsbeschluss ist unwirksam.
18:37Älter als sechs Monate.
18:38Er wurde vor zwei Stunden ausgesteckt.
18:41Vor exakt einem Jahr, Herr Oberstaatsanwalt.
18:52Das ist doch wohl offensichtlich, dass das ein Tippfehler ist.
18:54Wollen Sie die Durchsuchung fortsetzen, obwohl ich Sie darüber belehrt habe, dass sie rechtswidrig ist?
18:59Herr Hendrich, Sie wissen doch genau, dass wir in spätestens einer Stunde wieder hier sind.
19:03Wunderbar.
19:04Aber fürs Erste verlassen Sie mein Haus. Und zwar augenblicklich.
19:07Sandra, bitte führe die Herrschaften zur Tür.
19:10Herr Reuter.
19:11Na dann, bis gleich.
19:25Tobias, wann hört das hier auf?
19:27Hm?
19:29Deine Mutter und ich wollen nicht noch einmal erleben, was wir letztes Jahr durchmachen mussten.
19:32Das reicht mir jetzt!
19:44Mein Fehler. Tut mir leid, ich hätte das davon überprüfen müssen.
19:47Na ja, du beantragst einfach einen neuen Beschluss und wir holen ihn beim Ermittlungsrichter an.
19:51Okay, danke.
20:00Tobias nimmt das Zeug nicht mehr. Das hat er mir versprochen.
20:03Süchtige? Ich verspreche ihm alles. Die Polizei kommt ja nicht umsonst.
20:09Ja, wegen Iris. Dir das Zeug genommen. Reuter hat gesagt, er muss jeder Spur nachgehen.
20:15Ach, zum Teufel mit Iris.
20:19Sag sowas nicht. Iris ist tot.
20:22Passtern uns?
20:26Deine muss.
20:37Musik
21:00Ach, nee.
21:04Geben Sie mal her.
21:06Herr Hendrik, geben Sie mal her das Schraub.
21:23Jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit Eigenbedarf.
21:26Was ist denn das wert? 8.000 Euro, 10.000 Euro?
21:30Warum sind das her?
21:33Gehen Sie damit oder für wen ist das beschwingt?
21:38Haben Sie Iris Mayer eigentlich auch mit Crystal versorgt?
21:42Gab es deshalb vielleicht Streit?
21:45Herr Hendrik, ob Sie was sagen oder nicht,
21:48ich verspreche Ihnen, wir werden lückenlos rekonstruieren,
21:51was Sie gestern abgemacht haben.
21:53Was? Also ich verstehe so, wie es Ihre Freundin wird umgebracht
21:57und Sie sind stumpf hier am Tisch.
21:59Was soll denn das?
22:05Kommt bitte.
22:15Er hat direkt telefoniert.
22:16Wahrscheinlich taucht hier gleich sein Vater auf.
22:20Entschuldigung?
22:22Können wir Ihnen irgendwie helfen?
22:23Hauptkommissar Alexander Diering, IKA.
22:26Herr Oberstaatsanwalt.
22:28Könnte ich Sie unter vier Augen sprechen?
22:29Worum geht's?
22:30Vielleicht machen wir einen kleinen Spaziergang.
22:34Sie müssen Tobias Hendrik wieder gehen lassen.
22:36Nein, nur mal langsam.
22:38Mal ganz abgesehen davon,
22:39dass wir eine nicht unerhebliche Menge
22:40Crystal Messlicher gestellt haben,
22:42ermitteln wir...
22:42Wegen des Mordes an seiner Freundin, ich weiß.
22:45Tobias hat mich angerufen.
22:46Er hat mit dem Mord nichts zu tun.
22:48Er war zur Tatzeit in meinem Auftrag unterwegs.
22:51Wie bitte?
22:55Tobias ist ein wichtiger V-Mann.
22:58Das heißt, Sie sind sein VP-Führer?
23:01Vor etwa einem Jahr habe ich ihn festgenommen.
23:03Ein ganz kleines Licht in der Szene,
23:05hat nur für sich und die Freunde gedealt.
23:07Aber das Zeug hat er von einem Mittelsmann von Oleg bekommen.
23:11Oleg, wir wissen nichts über seine wahre Identität,
23:14aber er ist die absolute Nummer eins
23:16unter den Großdealern hier im Rhein-Main-Gebiet.
23:19Mit über zwei Jahren sind wir mal auf den Fersen,
23:21aber ohne Erfolg.
23:23Und jetzt versuchen Sie es über Tobias Hendrik?
23:25Wir sind so dicht an ihm dran.
23:27Wenn Sie uns Tobias jetzt aus dem Verkehr ziehen,
23:30ist die Ermittlungsarbeit von einem Jahr für die Tonne.
23:36Warum wollten Sie dem Kommissariat nicht darüber reden?
23:39Weil außer meiner Abteilung keiner davon weiß.
23:43Und das soll auch so bleiben.
23:45Moment, Frau Klar und Herr Schubert werden informiert.
23:47Alles andere akzeptiere ich nicht.
23:49Auf gar keinen Fall darf Tobias mit den beiden zusammen gesehen werden.
23:52Ja, okay, das lässt sich doch organisieren.
23:56Diering hat damals einen Deal mit Tobias angeschoben.
23:59Bewährungsstrafe gegen Entzug und Zusammenarbeit mit dem Drohngen-Dezernat
24:03bis zur Festnahme von Oleg.
24:04Und was ist die Aufgabe von Tobias?
24:06Er bekommt von Diering Geld.
24:08Mit diesem Geld kaufte er von einem Mittelsmann von Oleg
24:10größere Mengen Christel,
24:11die er dann in kleinen Portionen innerhalb der Szene verkauft,
24:14um seine Legende aufrechtzuerhalten.
24:15Auch an Iris Meyer?
24:16Ja, vermutlich schon.
24:19Also Diering sagt, Tobias sei gestern mit einem Mittelsmann von Oleg zusammen gewesen,
24:24um über eine größere Menge Christel zu verhandeln.
24:27Diering will den ganzen Abend in der Nähe gewesen sein,
24:30um gegebenenfalls eingreifen zu können.
24:32Ist das glaubhaft?
24:33Ja, ich habe zumindest keinen Grund daran zu zweifeln.
24:35Also lassen wir ihn gehen.
24:36Ja.
24:38Wissen seine Eltern, dass er fürs LKA arbeitet?
24:40Nein, natürlich nicht.
24:47Herr Diering, kommen Sie mal bitte.
24:59Haben Sie heute Morgen mit Tobias telefoniert
25:02und Ihnen gesagt, dass Iris Meyer tot ist?
25:04Ja klar.
25:05Er sollte es eben nicht erst von Ihnen erfahren.
25:08Und warum?
25:14Wo warst du?
25:16Du kannst doch nicht einfach verschwinden,
25:17wenn die Polizei hier jeden Moment wieder auftauchen kann.
25:21Haben Sie es hier aufgetaucht?
25:22Nein.
25:23Aber das hast du meinem energischen Auftreten zu verdanken.
25:25Ich glaube nämlich nicht,
25:26dass der Oberstaatsanwalt Lust hat, sich mit mir anzulegen.
25:33Deine Mutter hat mir das von Iris erzählt.
25:36Ich hatte keine Ahnung.
25:41Es tut mir leid.
25:45Was ist denn immer ein schlechter Legner?
25:48Was hast du gesagt?
25:53Gute Nacht.
26:14Guten Tag.
26:18Herr Groth?
26:20Nein.
26:23Schubert Kripo Wiesbaden.
26:24Nein, Sie verwechseln mich.
26:27Wollen Sie mich verscheißern?
26:29Wenn man so viele Selfies im Netz hinterlässt wie Sie,
26:31insbesondere auf Single-Börsen,
26:33dann wird man zwangsläufig erkannt.
26:35Also Herr Groth.
26:37Wollen Sie sich nicht bei uns gemeldet?
26:39Keine Zeit.
26:41Was wollen Sie?
26:41Fassen Sie sich kurz.
26:43Haben Sie ein Date oder was?
26:49Date?
26:50Ganz bestimmt.
26:57Die Frankfurter Börse macht in zehn Minuten auf mein Date.
27:00Wir dachten, Sie sind draus aus dem Geschäft.
27:03Ich arbeite jetzt auf eigener Rechnung.
27:05Date-Trading.
27:06Sie wissen wahrscheinlich nicht, was das ist?
27:07Doch.
27:09Spekulativer Handel mit Aktien, Devisen oder Derivaten,
27:12mit dem Ziel,
27:12von kurzfristigen Kursschwankungen zu profitieren.
27:15Wir sind nicht blöd, Herr Groth.
27:20Nasenspray.
27:21Ich Ihnen erzähle.
27:22In Ihrer Branche soll es ja durchaus üblich sein,
27:24dass man sich auch ganz andere Sachen durch die Nase zieht.
27:26Ja, darüber sollten Sie mal mit meiner Ex-Kollegin Iris reden.
27:29So wie die drauf ist.
27:30Und wir genau beim Thema sind.
27:32Iris Meyer.
27:34Das hätte ich nicht gedacht.
27:36Dass sie es tatsächlich macht.
27:37Was macht?
27:38Mich wegen Stalking anzuzeigen.
27:40Deshalb sind Sie doch hier, oder?
27:42Sie wissen ganz genau, weswegen wir hier sind.
27:45Was wollten Sie vorgestern Abend von Iris Meyer?
27:51Okay, ich habe die Schnurze voll von diesen Spirchen.
27:53Jetzt tun Sie nicht so unschuldig, ja?
27:55Christian.
27:57Frau Meyer ist tot.
28:02Ja, und wir gehen davon aus, dass sie ermordet wurde.
28:06Damit habe ich nichts zu tun.
28:08Wir haben mehrere Zeugen, die aussagen,
28:10dass Sie sie belästigt haben.
28:12Belästigt?
28:12Ich war sauer, klar.
28:14Und ich wollte ein paar Mal mit ihr reden,
28:16aber ich habe sie doch nicht umgebracht.
28:22Er will den ganzen Abend vorm Computer gesessen haben.
28:24Die Wall Street öffnet um 15.30 Uhr unserer Zeit
28:27und um Mitternacht startet die Börse in Sydney.
28:29Aber wir werden auch nochmal die Nachbarn befragen,
28:30was ein Alibi angeht.
28:33Das ist noch was.
28:34Wir können bei diesem Tobias Henrich nicht länger die Füße stillhalten.
28:39Und?
28:42Wir haben Sie ein Telefon gecheckt.
28:43Zwischen 19 und 20 Uhr ist das Ganze in der Nähe von Iris Meyers Wohnung registriert worden.
28:47Aber er hat ja behauptet, dass er sie den ganzen Tag über nicht gesehen hat.
28:51Also die Ringwelle ihm die ganze Zeit im Auge gehabt haben.
28:53Meiner Meinung nach ist es sehr gut möglich,
28:55dass er sich mit seiner Freundin gestritten hat,
28:56was er auch die ominösen Hämatome an ihren Oberarmen erklären würde.
28:59Ich werde diesem Typen jetzt mal einen kleinen Besuch abstatten.
29:01Äh, Schubert, Schubert, das geht nicht.
29:04Ich habe dir jedenfalls versprochen,
29:05dass es keinen Kontakt gibt zwischen euch und Tobias Henrich.
29:07Also ich mach das, ja?
29:10Ich mach das, okay?
29:27Hallo Martin, Bernd, geht's gut?
29:30Na klar, wie immer.
29:32Martin, kurze Bitte.
29:34Alexander Diering, der ist zur Zeit mit einem Fall beschäftigt,
29:37da kreuzen sich so ein bisschen unsere Wege.
29:39Kannst du dich mal ein bisschen schlau machen für mich?
29:42Ich habe es Probleme oder Auseinandersetzungen zwischen Iris Meyers und Tobias?
29:46Nicht, dass ich wüsste.
29:48Und zwischen ihn und Iris?
29:51Immerhin hat sie ihn Tobias ausgespannt.
29:57Nach vor ein paar Wochen hat sie gesagt, er interessiert sie nicht.
30:00Seitdem sie dieses Zeug genommen hat...
30:02Moment mal.
30:04Sie wussten, dass sie Crystal genommen hat?
30:07Ja.
30:08Davon haben sie uns nichts erzählt.
30:11Ich wollte nichts Schlechtes über sie sagen.
30:16Sie war total verändert.
30:18Sie war völlig arrogant.
30:22Tobias steht nun mal nicht auf graue Mäuse.
30:24Das hat sie sicher verletzt.
30:29Moment.
30:33Denken Sie etwa...
30:34Also es wäre schon gut, wenn Sie mir sagen würden, wo Sie Montagabend waren.
30:37In meiner Yoga-Gruppe. Und das können Sie gerne nachprüfen.
30:40Das werde ich.
30:48Ich mache mir Sorgen um Tobias.
30:50Seit dieser Drogengeschichte.
30:53Das letzte Jahr war die Hölle für uns.
30:55Vor allem für meinen Mann.
30:57Das tut mir leid.
30:58Er sollte irgendwann die Kanzlei übernehmen und jetzt will er das Studium schmeißen.
31:03Ja, Juhal ist wirklich nicht jedermanns Sache.
31:08Tobias wollte immer schon Musik machen, schon als kleiner Junge.
31:11Es wäre auch okay, wenn Alexander noch da wäre.
31:14Alexander?
31:16Sie wollen wirklich nicht?
31:17Nein, danke.
31:20Unser Ältester.
31:27Er war sehr begrabt.
31:29Er hat das erste Staatsexamen als Jahresbester abgeschlossen.
31:31Und er war kein Streber.
31:34Hm.
31:35Er war sportlich, charmant.
31:37Die Mädchen mochten ihn.
31:39Sie sind ja schon wieder da.
31:41Mir scheint, Sie sind beratungsresistent.
31:43Ich kann Sie beruhigen.
31:45Gegen Ihren Sohn wird derzeit nicht ermittelt.
31:47Wunderbar.
31:48Mein Ton übrigens ist sonst nicht meine Art.
31:53Ich entschuldige mich dafür.
31:53Aber Ihr Besuch gestern war ein großer Schock für uns.
32:04Ah, Sie schon wieder.
32:06Was wollen Sie denn?
32:08Börsenkurse müssen mal kurz ohne Sie auskommen.
32:10Es gibt eine Zeugenaussage, nach der Sie gegen halb neun das Haus verlassen haben und
32:14nicht vor Mitternacht zurückgekommen sind.
32:15Warum?
32:16Erstens, Sie haben uns angelogen.
32:18Und zweitens ist es genau die Zeit, in der Iris Meyer getötet wurde.
32:21Also, wo waren Sie?
32:23Nach Ihrer Vorgeschichte mit Frau Meyer reicht es für eine vorläufige Festnahme, Herr Groth.
32:30Die Beschäftigte machen wir jetzt andere.
32:33Ah, geht's doch. Spinnen Sie?
32:35Der Kurs ist gerade stark gefallen.
32:37Ins Bodenlose.
32:38Kommen Sie jetzt.
32:41Ach.
32:44Das ist Alexander.
32:47Er ist vor drei Jahren ums Leben gekommen.
32:49Alexander ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
32:52Er ist von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum.
32:56Die Straße war nass.
32:57Laub.
32:58Pech.
33:00Pech?
33:02Wir haben lange gebraucht, um wieder ein normales Leben zu führen.
33:08Und dann stand eines Tages die Drogenverhandlung vor der Tür.
33:13Ihr Sohn hat das als Warnschuss verstanden.
33:15Ach, kommen Sie.
33:16Sie wissen doch genauso gut wie ich, wie dieses Teufelszeug wirkt.
33:20Innerhalb von kurzer Zeit ist man ein Wrack.
33:23Und Tobias noch zu verlieren, das hätte ich nicht ertragen.
33:26Und meine Frau.
33:35Ich danke Ihnen.
33:47Was spinnst du?
33:49Was erzählst du da für Sachen?
34:03Hallo, Herr Henrich.
34:04Warum haben Sie mir denn verschwiegen, dass Sie Montagabend bei Iris Mayer waren?
34:09Herr Diering hat gesagt, dass Sie mich in Ruhe lassen.
34:11Angeblich waren Sie den ganzen Abend mit Herrn Diering zusammen.
34:14Jetzt hört man, Sie waren bei Frau Mayer.
34:15Was stimmt denn nun?
34:18Reden Sie mit Herrn Diering, bitte.
34:19Also, so langsam habe ich das Gefühl, dass Herr Diering und Sie mich nicht so richtig ernst nehmen.
34:23Und das gefällt mir nicht.
34:25Ich muss Sie bitten, mich nochmal zu begleiten.
34:27Kommen Sie bitte.
34:30Herr Henrich.
34:38Okay.
34:40Ich war bei der Nassauischen Fondsgesellschaft.
34:43Und was wollten Sie da nachts?
34:44Wie sind Sie da überhaupt reingekommen?
34:46Ich habe noch eine Schlüsselkarte für den Eingang von der Tiefgarage aus.
34:50Meine Kollegin hat Sie gefragt, was Sie da wollten.
34:52Und jetzt erzählen Sie uns nicht, dass Sie da Geld aus der Kaffeekasse geklaut haben.
34:55Ich habe mir die Orderlisten angesehen.
34:57Orderlisten, ja?
34:58Ja.
34:59Was sind für Orderlisten?
35:00Die, die nachts online aus der Zentrale kommen und dann bei Börsenstart aufgeführt werden.
35:05Kaufen Verkaufsaufträge für Aktien.
35:07Und wenn Sie die vorher kennen, dann können Sie sich draufsetzen und eine Menge Geld machen.
35:11Weil Sie wissen, welche Kurse fallen und welche steigen.
35:14Frontrunning nennt man das.
35:17Entschuldigung, kann ich euch kurz sprechen, bitte?
35:19Ja.
35:20Einen Moment, bitte.
35:23Was gibt's denn?
35:24Wir machen eine Gegenüberstellung mit der Spreerin.
35:26Ich habe noch einen Kandidaten.
35:27Gut.
35:28Und?
35:29Das Alibi von Stefan Groth ist geplatzt.
35:32Nun will er illegal in seine alte Firma eingedrungen sein, um sich vorab Informationen zu verschaffen.
35:36Ah.
35:37Er behauptet, dass wir hier...
35:38Frontrunning.
35:39Verstehe.
35:40Ja.
35:42Auf jeden Fall müssen wir erstmal überprüfen, ob diese Story mit dem Einbruchteil überhaupt stimmt.
35:46Mhm.
35:56Was muss ich Ihnen noch unternehmen, damit Sie meinen V-Mann in Ruhe lassen?
35:59Die Operation Ole beginnt in zwei Stunden.
36:03Na, da haben wir doch noch ausreichen Zeit.
36:05Ich verspreche Ihnen, wenn diese Operation wegen Ihres Starrsens schief geht, bekommen Sie wirklich Probleme.
36:15Das war jetzt aber keine Drohung, oder?
36:19Frau Semper.
36:22Guten Tag.
36:23Stellen Sie sich mal da hin.
36:28Der Mann, den Sie in der Tatmacht gesehen haben.
36:32Ist das einer von denen?
36:41Sind Sie ganz sicher?
36:44Ja, ich bin ganz sicher.
36:48Ja, trotzdem vielen Dank.
36:51Kommt.
37:06Tut mir leid, dass Sie umsonst gekommen sind.
37:10Frau Semper, ich hatte da unten gerade das Gefühl, dass Sie...
37:18Das ist der Herr Diering vom LKA.
37:20Kennen Sie ihn?
37:31Jetzt verdächtigen Sie meinen V-Mann, jetzt verdächtigen Sie mich.
37:34Was kommt als nächstes?
37:37Es fängt ein bisschen davon ab, ob Sie mir ausnahmsweise mal die Wahrheit sagen, Herr Diering.
37:44Ihr Fixierung auf uns ist doch schon obsessiv.
37:47Wenn Sie das obsessiv nennen, dass ich ohne Ansehen von Funktion und Person einbittler, haben Sie sicher recht.
37:53Ich habe Ihnen gesagt, dass Tobias sich mit Ulix Mittelsmann dort getroffen hat.
37:58Ich habe mich noch näher aufgehalten, um im Notfall eingreifen zu können.
38:01Und dieses Treffen fand rein zufällig genau an der Stelle statt, an der Iris Meier erbautet wurde, ja?
38:06Ja.
38:07Und nein, nicht zufällig.
38:10Tobias hat sich doch immer mit Ulix Leuten getroffen.
38:12Herr Reuter, Sie wissen, dass das ein bekannter Szenetreff ist.
38:17In 90 Minuten geht's los.
38:19Meine Leute müssen auf Position.
38:21Sie müssen Tobias gehen lassen.
38:30Ich muss überhaupt nichts, Herr Diering.
38:35Aber ich kann.
38:38Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
38:43Okay, dass die Sprühe über den Grot nicht am Tatort gesehen hat.
38:46Das heißt ja nicht, dass er nicht da war.
38:47Ich überprüfe morgen als erstes ein Alibi.
38:49Okay.
38:50Guck mal, wer da kommt.
38:51Hallo.
38:52Hallo.
38:57Hi.
38:58Und?
38:58Bleibt es bei den Essensplänen?
39:00Klar, ich habe uns einen Tischresor mit um acht.
39:02Schönen Abend hier.
39:03Tschüss.
39:04Viel Spaß.
39:05Trink nicht so viel.
39:07Ja, Mutti.
39:08Nein, im Ernst.
39:09Ich habe gelesen, dass Alkohol eine der Ursachen für das nächtliche Gebrabbel sein kann.
39:14Wie hältst du das aus, wenn er im Schlaf redet?
39:17Ich habe keine Ahnung.
39:18Woher soll ich das wissen?
39:21Hast du etwa behauptet, wir hätten schon...
39:23Das ist ein Missverständnis.
39:24Was bist du denn für Eiler?
39:25Nein, da ging es gar nicht um dich.
39:27Was?
39:29Was redest du da für ein Mist?
39:31Ja, wieso?
39:31Ich denke, du hast gestern mit ihr telefoniert und sie gefragt.
39:33Das war mein Kumpel, der pempt gerade bei mir, weil er einen Wasserrohrbruch hat.
39:36Okay?
39:37Oh.
39:38Sabine!
39:47Wenn sie nicht so viel Geheimniskamerei betrieben hätten, wäre das alles etwas entspannter abgelaufen.
39:53Und ich hätte gewusst, warum Herr Diering und Sie am Tatort gewesen sind.
40:03Übrigens hat ein Zeuge, Herrn Diering, erkannt.
40:05Der muss wohl zufällig am Tatort vorbeigelaufen sein, als Sie sich mit dem Kontaktmann von Oleg getroffen haben.
40:17Ist das der Mann, mit dem Sie mal zu tun hatten?
40:28Ich muss jetzt los.
40:48Morgen, Bernd!
40:49Morgen!
40:50Ich habe schon gehört, die Operation gestern war ein voller Erfolg.
40:5320 Kilo Crystal Meth.
40:55Trotzdem, dieser Diering schreibt mir nicht ganz koscher.
40:58Warum?
40:58Er steht immer so unter Druck.
41:01Außerdem seine vorgesetzte Mann kurz davor, ihn rauszuschmeißen, weil er in seiner verbissenen Jagd auf Oleg sich immer mehr verrannt
41:08hatte.
41:08Also war die Aktion gestern sowas wie seine letzte Chance?
41:11Könnte gut sein, ja.
41:13Und noch was.
41:14Als ich Tobias Hendrich gegenüber erwähnt habe, dass Diering in der Nähe des Tatortes gesehen wurde, hat er so reagiert,
41:19als hätte er das nicht gewusst.
41:21Er war irgendwie irritiert, überrascht.
41:24Interessant.
41:25Und was hast du jetzt vor?
41:27Ja.
41:33Tag, Herr Tamaneck.
41:35Mein Name ist Reuter.
41:36Ich bin Oberstaatsanwalt.
41:38Ich habe schon gesagt, ich mache keine Aussage.
41:41Ja klar, das ist Ihr gutes Recht.
41:45Hat der Neuleck eigentlich einen guten Anwalt besorgt?
41:50Ach, schade.
41:52Wissen Sie, ich freue mich immer, wenn ein Angeklagter von einem super Anwalt vertreten wird. Das macht mir meine Arbeit
41:58leichter und das hier Fehler zu vermeiden.
42:02Herr Tamaneck, ich will ehrlich zu Ihnen sein. Ich will ehrlich zu Ihnen sein. Ich habe mit dem Fall überhaupt
42:05nichts zu tun.
42:05Was wollen Sie dann?
42:07Was wollen Sie dann?
42:07Sie könnten mir helfen, ein Alibi zu überprüfen.
42:10Warum sollte ich Ihnen helfen?
42:12Na, zum Beispiel als Gegenleistung dafür, dass ich Ihnen einen richtig guten Anwalt vermittle.
42:18Ich mache das hier schon eine Weide in Wiesbaden. Ich kenne mich wirklich aus.
42:31Tatsächlich?
42:33Er war wirklich hier. Am Montagabend, definitiv.
42:38Ja, das elektronische Schluss geöffnet. 20.46 Uhr mit einer nicht personalisierten Schlüsselkarte.
42:44Dann hier, Datenabfragen. 21.12, 21.34, 22.04 und so weiter bis 23.18 Uhr.
42:54Und Sie sind Sie sicher, dass es nur Stefan Groth gewesen sein kann?
42:57Ja.
43:12Herr Henrich, ich muss mal kurz stören. Ich habe gerade mit Herrn Tamaneck gesprochen, von dem Sie ja hier Christel
43:20der Gemüse bezogen haben.
43:22Und jetzt müssen Sie mir helfen. Sie haben mir doch gesagt, Sie hätten sich mit Herrn Tamaneck Montagabend hier in
43:27Wiesbaden getroffen.
43:29Herr Tamaneck sagt nun, er sei gar nicht in Wiesbaden gewesen. Er war in Tschechien.
43:34Es gab also gar kein Treffen.
43:38Wieso war Herr Diering wirklich am Tatort?
43:50Und? Was gibt's so Dringendes? Ausgerechnet hier.
43:55Ich wollte sicher gehen, dass es niemand hört.
43:58Okay. Hört uns niemand. Und?
44:04Was haben Sie mit Iris gemacht?
44:06Vorsicht, ja? Überleg dir, was du sagst.
44:09Sie waren doch da. Sie waren da. Als sie umgebracht wurde.
44:16Ich habe mit ihr geredet, ja? Ich habe ihr gesagt, dass es ihr nicht gut tut, wenn sie dich verrät.
44:21Was sie wahrscheinlich auch gar nicht getan hätte.
44:24Sie wollte dich unter Druck setzen, damit ihr weiter das Zeug gibst aus.
44:29Das Crystal hat sie fertig gemacht.
44:30Ich habe dir am Montag schon gesagt, dass es ein Fehler war, ihr das Zeug nicht mehr zu geben.
44:34Doch nicht vor einer Aktion.
44:41Haben Sie sie umgebracht?
44:46Ich habe sie am Arm gepackt.
44:49Ich habe sie einfach nur geschüttelt, als sie mich angeschrien hat.
44:53Das war alles, ich esse.
44:56Lass mich in Ruhe, ja? Ich habe zu tun.
45:15Trotzdem danke.
45:17Komm.
45:22Wie bescheuert halten Sie mich hier eigentlich?
45:25Glauben Sie, ich kriege das nicht mit, wenn mir mein eigener V-Mann blöde Fragen stellt?
45:30Denken Sie, ich kriege nicht mit, wenn er unterm T-Shirt ein Mikrofon hat?
45:33Herr Diring, ich glaube kaum, dass das eine Rolle spielt.
45:37Ich würde erst gerne wissen, was zwischen Ihnen und Frau Meier vorgefallen ist.
45:43Iris Meier muss ein Gespräch zwischen Tobias und mir mitgehört haben.
45:47Als sich am Montag Tobias geweigert hat, ihr nochmal Crystal zu geben,
45:51hat sie damit gedroht, überall rum zu erzählen, dass er mit dem LKA zusammenarbeitet.
45:55Tobias hat mich angerufen, ich habe mich mit ihr verabredet.
45:58Warum haben Sie mir nicht einfach die Wahrheit gesagt?
46:00Herr Oberstaatsanwalt, so wie ich Sie kennengelernt habe, hätte ich doch meine ganze Aktion abblasen können.
46:05Also, was ist bei diesem Treffen passiert?
46:11Ich habe ihr Crystal gegeben, eine kleine Portion für einen kurzen Rausch,
46:14und ich habe ihr in Aussicht gestellt, dass sie nicht trocken bleiben wird.
46:19Manchmal halte ich der Zweck die Mittel.
46:21Nein, der Zweck halte ich bestimmt nicht jedes Mittel.
46:25Und es könnte sein, dass Sie sich damit strafbar gemacht haben.
46:51Und?
46:56Es stimmt.
46:59Was er über das Treffen mit Iris gesagt hat, stimmt.
47:02Sie... sie wollte mich in der Szene verpfeifen.
47:05Okay.
47:10Wissen Sie, was ich nicht verstehe? Sie haben das Zeug mal selber genommen.
47:13Und Sie sind nur sehr schwer wieder davon losgekommen.
47:17Und trotzdem geben Sie es Ihrer Freundin?
47:23Iris hat...
47:25Iris hat einmal was bei mir zu Hause gefunden und es ausprobiert.
47:29Ich...
47:31Ich habe sie gewarnt, aber sie hat gemeint, mir wird es doch auch gut damit gehen.
47:39Ich konnte ihr nicht sagen, warum ich das Zeug bei mir zu Hause hatte.
47:41Verstehe.
47:45Und Montag haben Sie dann den Schlussstrich getrunken?
47:48Iris war nicht mehr sie selbst.
47:52Sie...
47:52Sie...
47:53konnte sich kaum noch konzentrieren und wurde total aggressiv, wenn sie nichts genommen hatte.
47:58Ich...
47:59konnte kein normales...
48:01normales Gespräch mehr mit ihr führen.
48:04Es wurde einfach immer mehr und...
48:06immer mehr.
48:10Ihr Vater mochte Iris nicht besonders, richtig?
48:14Er hat alles...
48:15alles versucht, um uns auseinanderzubringen.
48:20Na ja, Ihre Eltern haben schon mal einen Sohn verloren.
48:23Ich denke, es ist verständlich, dass Sie das nicht nochmal erleben wollen.
48:27Man kann doch einem Mythos nachtrauern.
48:38Das ist Alexander.
48:40Er ist vor drei Jahren ums Leben gegangen.
48:42Alexander hat einen Autounfall.
48:45Er ist von der Straße abgekommen und von Teil gegen einen Baum.
48:49Die Straße war nass, laut.
48:51Es war Pech.
48:54Pech.
49:09Einer der Nachbarn konnte sich an einen Juli vertreten.
49:09Weitere, dass sie dieses Wortävul zerfaschen würde.
49:10Ja, falls die Tiere vertreten,
49:10wir können und zu empfehlen,
49:14Wir müssen uns fragen.
49:21Wir müssen unsere Witter sehen.
49:21Eine Frage bestellen!
49:35Eine der Nachbarn konnte sich einen Junk so...
49:37der zu Iris Meyer gegangen ist, so gegen 19 Uhr.
49:40Tobias Henrich, hm? Sonst nix?
49:44Doch. Einer Frau, die mit ihrem Hund Gassi gegangen ist,
49:48zwei Stunden später, ist ein Wagen aufgefallen,
49:50der vor dem Haus stand. Was für ein Wagen?
49:52Ein silbergrauer Mercedes S-Klasse mit einer Schnapszahl
49:55im Kennzeichen, der 99. Der hat wohl so blöd geparkt,
49:59dass er Nachbarschwierigkeiten hatte, aus seiner Ausfahrt rauszukommen.
50:02So gegen 22 Uhr war der Mercedes dann wieder weg.
50:06Die Tatsache war zwischen 21 und 22 Uhr.
50:10Schubert, ihr müsst bitte etwas überprüfen für mich.
50:28Ich dachte, sie hätten gegen unseren Sohn wird nicht mehr ermittelt.
50:32Ich bin auch nicht mit Tobias hier.
50:33Es geht um den Tod ihres Sohnes Alexander.
50:38Ich habe den Unfallbericht gelesen.
50:40Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte er 1,6 Promille.
50:43Ja. Das wissen wir.
50:46Und es wurde eine erhebliche Menge Kokain in seinem Körper nachgewiesen.
50:55Was ist an dieser Wahrheit eigentlich so schmerzlich, dass Sie es mir verschwiegen haben?
51:06Alexander hat damals sein erstes Staatsexamen als Jahrgangsbester absolviert.
51:10Mit Respekt.
51:13Aber war das wirklich das, was er wollte? Jura studieren?
51:18Oder hat er das nur Ihnen zuliebe gemacht und Sie nicht zu enttäuschen?
51:21Und um die Familientradition fortzuführen?
51:26Wenn das so war, frage ich mich, wie ist Ihr Sohn mit diesem Druck umgegangen?
51:32Drei Monate vor seinem Tod gab es schon einmal einen Vorfall, bei dem Drogen im Spiel waren.
51:39Er ist an falsche Freunde geraten.
51:43Und jetzt haben Sie Angst, dass sich das alles wiederholt mit Ihrem zweiten Sohn?
51:47Falsche Freunde? Drogen?
51:50Was wollen Sie?
51:55In der Tatnacht wurde Ihr Auto vor dem Haus von Ines Meier gesehen.
52:10Wir waren froh, dass Tobias sich endlich wieder gefangen hatte.
52:15Und dann tauchte plötzlich Iris auf. Und alles ging wieder von vorne los.
52:20Ich meine, sie hat ihn mit Drogen versorgt.
52:23Wie kommen Sie zu der Ernahme? Hat Ihnen das meine Wahrheit zählt?
52:29Ja.
52:31Ja.
52:32Sie gesagt.
52:38Ich bin dann zu Iris gefahren.
52:41Und wir haben uns gestritten.
52:44Ich meine, ich konnte doch nicht zulassen, dass auch noch das Leben von Tobias zerstört wird.
52:51Und dann haben Sie in Ihrer Wut einen dicken Ast genommen und zugeschlagen, richtig?
53:00Ich...
53:01Ich hatte einen Blackout.
53:05Ich kann mich nicht erinnern.
53:18Ich wollte nicht, dass Tobias wieder abstürzt wie im letzten Jahr.
53:23Mich hat er nicht gehört.
53:25Also haben Sie sich gedacht, Sie holen sich Verstärkung bei seinem Vater?
53:28Nee.
53:29Der wäre ja sofort ausgerastet.
53:31Ich verstehe mich ganz gut mit Tobias Mutter.
53:32Ach ja?
53:35Ja.
53:36Also haben Sie mit ihr gesprochen?
53:38Ja.
53:39Wann denn?
53:41Am Montag.
53:50Bernd?
53:52Du, pass auf.
53:53Du hattest recht.
53:54Sie hat Montagabend mit der Mutter gesprochen.
54:00Herr Henrich.
54:03Frau Bach sagt, Sie habe nicht mit Ihnen über Iris Meyer und die Drogen gesprochen, sondern mit Ihrer Frau.
54:10Montagabend, kurz bevor Iris Meyer umgebracht wurde.
54:15Tja.
54:17Hat es mir wohl meine Frau erzählt?
54:21Das ist theoretisch natürlich möglich, aber es stimmt nicht.
54:26Sie haben mit allen Mitteln versucht, Ihren Sohn zu schützen, aber Ihr Sohn hat diesen Schutz gar nicht gebraucht.
54:37Einen Moment bitte.
55:09Ihr glaubt, Iris hätte mich wieder zu den Drogen gebracht.
55:13Das stimmt nicht.
55:16Ich bin wirklich seit einem Jahr clean.
55:20Svenja hat gesehen, dass du das Zeug wieder hast.
55:23Ich hatte das Zeug vom LKA.
55:26Ich habe als V-Mann gearbeitet. Ich habe damit zum Schein gedealt.
55:36Iris hatte das Crystal von mir, nicht ich von ihr.
55:47Stimmt das also doch?
55:53Nach dem Gespräch mit Svenja bin ich zu Iris gefahren.
55:58Sie kam gerade aus dem Haus, aber sie wollte nicht mit mir reden.
56:02Dann bin ich ihr hinterhergegangen.
56:05Ich habe sie gesehen. Irgendwann zu einem Mann.
56:09Das war ein Mitarbeiter vom LKA.
56:11Ja, und ich habe gedacht, das wäre ein Dealer.
56:12Er hat ja irgendwas gegeben. Drogen!
56:14Wie sie ihn dann...
56:15Das ist jetzt kein Wort mehr! Verstanden.
56:27Iris hat mich ausgelacht.
56:29Ja, klar nehme ich das Zeug, aber ich deale nicht damit. Ihr Sohn, der macht das.
56:33Das ist ja Blödsinn, Iris.
56:35Tobias ist weg von dem Zeug!
56:36Du hast ihm die Drogen besorgt!
56:38Es ist genau andersrum. Ihr Sohn ist ein Dealer-Frau hinterher.
56:40Du bist eine Lügnerin!
56:43Iris, sowas schon immer ein Biest. Und jetzt siehst du Tobias schon wieder in den Dreck!
56:46Ja, klar, ne?
56:47Tobias, der brave trage ich als Muttis lieb gegen ganz vorbildlicher Junge.
56:50Wir träumen sie weiter!
56:51Nein!
57:04Es hat mich so wütend gemacht, dass sie alles auf dich geschoben hat.
57:10Und dann haben sie sie erschlagen.
57:14Mit einem Pflasterstall.
57:16Ich...
57:19Es tut mir so leid, Tobias.
57:56Ich wünsche sie mir zu mir!
57:58Komm einsbule lên蛇!
57:59Biss ich gut, nein!
57:59louder!
58:05Also, Frauen, sch ладно!
58:13Ja, genau!
58:15NichtANO, Engagementivamente!
58:36Untertitelung des ZDF, 2020
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