00:00Musik
00:39Das war's für heute.
01:01Okay, das war's.
01:03Okay.
01:32405 Tage von der ersten Skizze bis zum fahrbaren Prototypen.
01:37Beim Audi Nuvolari zeigt sich, wie stark sich Entwicklungsprozesse beschleunigen lassen,
01:42wenn unterschiedliche Fachbereiche von Anfang an eng zusammenarbeiten.
01:47Willkommen zum Video vom Automagazin TuningBlog,
01:50in dem wir uns heute mit dem Audi Nuvolari seiner ungewöhnlich kurzen Entwicklungszeit
01:55und dem Weg vom ersten Entwurf bis zum fahrbereiten Supersportwagen beschäftigen.
02:01Das Projekt soll dabei nicht nur ein besonders leistungsstarkes Auto hervorbringen,
02:05sondern auch demonstrieren, wie Audi künftig Fahrzeuge entwickeln möchte.
02:10Nach Angaben des Herstellers dauerte es lediglich 405 Tage,
02:14bis aus der ursprünglichen Idee ein fahrbarer Prototyp entstand.
02:18Hinter diesem Tempo steckt ein fokussiertes Projektteam,
02:22in dem Spezialisten aus Design, Fahrzeugtechnik, Aerodynamik und Antrieb eng zusammenarbeiten.
02:29Statt klassischer langer Abstimmungswege setzte Audi auf direkte Kommunikation und schnelle Entscheidungen.
02:36Der Nuvolari wird damit auch zum Versuchsträger für neue Arbeitsweisen innerhalb des Unternehmens.
02:42Audi-Chef Gernot Döllner beschreibt das Fahrzeug entsprechend als Beispiel dafür,
02:47wie schnell eine Idee heute technisch umgesetzt werden kann.
02:52Technisch soll der Audi Nuvolari ebenfalls eine besondere Stellung innerhalb der Marke einnehmen.
02:58Entwicklungsvorstand Ruvan Mohr bezeichnet ihn als das bislang stärkste und schnellste Straßenauto von Audi.
03:04Gleichzeitig versteht der Hersteller den Supersportwagen als technologischen Wegweiser für kommende Modelle.
03:11Erkenntnisse aus Entwicklung, Konstruktion und Erprobung könnten somit später auch in andere Baureihen einfließen.
03:18Chief Creative Officer Massimo Fraschella sieht insbesondere die konzentrierte Zusammenarbeit des Teams
03:24als einen entscheidenden Faktor dafür, dass die kurze Entwicklungszeit ohne grundsätzliche Kompromisse möglich gewesen sei.
03:33Der Weg zum fertigen Auto führte das Projektteam durch mehrere europäische Entwicklungsstandorte.
03:40Ausgangspunkt waren erste Entwürfe in Ingolstadt.
03:43Anschließend ging es unter anderem zur Kalterprobung nach Lapland, während in Neckarsulm am Leichtbau gearbeitet wurde.
03:50Im Windkanal in Ingolstadt stand die Aerodynamik auf dem Prüfstand.
03:55In Südspanien wurde das Fahrwerk abgestimmt und im italienischen Nadeau musste sich der Prototyp bei hohen Geschwindigkeiten beweisen.
04:03Gerade diese unterschiedlichen Entwicklungsstationen verdeutlichen, wie viele Disziplinen zusammenkommen müssen,
04:11bevor aus einer Designidee tatsächlich ein funktionierendes Fahrzeug wird.
04:15Ein besonderer Moment war entsprechend die erste Fahrt des Nuvolari.
04:19Für die beteiligten Entwickler wurde damit erstmals sichtbar und erlebbar,
04:24was zuvor überwiegend aus Zeichnungen, digitalen Modellen und einzelnen Komponenten bestanden hatte.
04:30Doch mit einem fahrenden Prototyp war die Arbeit keineswegs abgeschlossen.
04:35Für den Feinschliff holte Audi zusätzlich Fahrer aus seinem Formel-1-Projekt ins Boot.
04:41Gabriel Botoleto vom Audi Revolut F1-Team durfte den Supersportwagen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs des Nadeau Technical Center testen
04:50und sollte dabei gezielt die Grenzen des Fahrzeugs ausloten.
04:54Auch Nico Hülkenberg nahm am Entwicklungsprogramm teil.
04:57Auf dem Prüfgelände in Neustadt an der Donau bewegte er den Nuvolari ebenfalls im Grenzbereich.
05:04Besonders beeindruckt zeigte sich der Formel-1-Pilot von der Beschleunigung und der Systemleistung von mehr als 1000 PS.
05:12Die Einbindung professioneller Rennfahrer liefert den Ingenieuren dabei eine zusätzliche Perspektive.
05:18Denn erfahrene Piloten können Veränderungen am Fahrverhalten und Reaktionen des Autos besonders präzise beurteilen.
05:26Für einen Supersportwagen mit einem derart hohen Leistungsniveau sind solche Rückmeldungen während der finalen Abstimmung entsprechend wertvoll.
05:35Am 4. Juni 2026 folgte schließlich die Weltpremiere im südfranzösischen Antibas.
05:42Kurz darauf stand bereits der nächste spektakuläre Termin an.
05:46Das Straßendebüt im Umfeld des Formel-1 Grand Prix von Monaco.
05:50Der traditionsreiche Stadtkurs bot eine passende Kulisse für den ersten öffentlichen Fahrauftritt.
05:56Mit seinen engen Straßen, schnellen Passagen und der besonderen Atmosphäre gehört Monaco schließlich zu den bekanntesten Schauplätzen des internationalen Motorsports.
06:07Doch beim Nuvolari spielt nicht allein die Leistung eine Rolle.
06:11Das Fahrzeug steht zugleich für eine neue Designsprache von Audi.
06:15Die betont klare und reduzierte Gestaltung soll zeigen, wie zukünftige Modelle der Marke auftreten könnten.
06:23Internationale Anerkennung gab es dafür bereits bei den britischen Car Genius Awards, wo der Nuvolari als Design of the Year
06:31ausgezeichnet wurde.
06:33Hervorgerungen wurde insbesondere die zurückhaltende Formensprache, die trotz ihres neuen Ansatzes weiterhin eindeutig als Audi erkennbar bleiben soll.
06:42Damit ist der Audi Nuvolari weit mehr als ein besonders schneller Supersportwagen.
06:47Das Projekt verbindet neue Entwicklungsprozesse, Formel-1-Erfahrung, Design und technische Erprobung, zeigt vor allem, was innerhalb von nur 405
06:56Tagen möglich sein kann.
06:59Ob dieser Ansatz tatsächlich zum Vorbild für weitere Audi-Modelle wird, dürfte sich in den kommenden Jahren zeigen.
07:06Wer das alles noch einmal in Ruhe nachlesen möchte, der findet den Link in der Videobeschreibung.
Kommentare