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  • vor 2 Stunden
Bundeswehr: Unsichtbare "Elektronische Kampfführung" an der Grenze zu Belarus

Rund zwei Kilometer von der belarussischen Grenze steht zwischen den Bäumen ein LKW, doch man sieht ihn erst auf den letzten Metern. Hier versteckt sich eine Einheit der Bundeswehr, die Auffälligkeiten im elektromagnetischen Raum überwachten soll.

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Transkript
00:00An der NATO-Ostflanke in Litauen überwachen deutsche Soldaten den elektromagnetischen Raum.
00:06Keine Schüsse, keine Explosionen und doch läuft hier ein Einsatz.
00:10Die sogenannte elektronische Kampfführung, kurz ELOKA, soll Informationen gewinnen
00:15und im Ernstfall gegnerische Kommunikation stören.
00:19Wir werden eingesetzt an verschiedenen Stellungen hier in diesem Bereich,
00:22entlang der bareller russischen Grenze.
00:25Das bedeutet, wenn wir jetzt zum Beispiel in diese Richtung gucken,
00:27haben wir da drüben die Waldkante, das sind ungefähr 2000 Meter bis zur belarussischen Grenze, also relativ nah.
00:33Aus Sicherheitsgründen zeigt Christian sein Gesicht nicht und hat einen Decknamen.
00:37Die eigentliche Technik verbückt sich im Inneren der LKWs.
00:41Von außen ist die Stellung getarnt.
00:43Die Truppe misst das elektromagnetische Spektrum und erkennt Veränderungen oder Störungen.
00:48Im Ernstfall könnte sie den Gegner auch elektronisch angreifen.
00:52Einfaches Beispiel, die stören Kommunikation.
00:55Aber in zeitkritischen Momenten.
00:58Das ist beim Feind, wenn ich irgendwas schnell zu koordinieren habe.
01:02Ich fahre jetzt nicht links rum, sondern rechts rum.
01:04Und wenn ich dann im richtigen Moment den Störer einsetze und die Kommunikation abbricht,
01:08fahren doch alle links rum und nicht rechts rum.
01:10Informationsforschung, das ist der wichtige Punkt dabei.
01:12Derzeit beobachten die ELOKA-Kräfte allerdings nur und senden die Informationen an eine zentrale Stelle.
01:19Sie klären auf.
01:20Eine andere Einheit ist noch kleiner unterwegs, nur mit einem Rucksack.
01:24Hier sehen Sie das KNW, das Kleinstnetzwerk, das Gehirn des Ganzen.
01:30Hier laufen alle Informationen zusammen und werden dann auch weiter verteilt.
01:33Dass die Informationen, die benötigt werden, so schnell wie möglich an der richtigen Stelle auch ankommen.
01:3930 Kilo auf dem Rücken.
01:41Damit können die Spezialisten ein eigenes Netzwerk aufbauen.
01:45Eingesetzt wurde es bereits bei der Flutkatastrophe im Ahrtal, als andere Kommunikationswege ausgefallen waren.
01:52Als gar nichts mehr ging, konnten wir hier ein zellulares Netz aufbauen,
01:55damit da auch die Kommunikation zwischen allen Blaulichtkräften gegeben war.
02:00Daten und ihre Wege im elektromagnetischen Feld.
02:03Diese neue unsichtbare Währung wird von der Bundeswehr an der Grenze zu Belarus zur Aufklärung genutzt.
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