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  • vor 3 Wochen
Zwei Telegramme oder Der Unentbehrliche
Hans Neumann ist in einer schwierigen Situation: Einerseits glaubt er sich im Betrieb unentbehrlich, andererseits besteht seine Frau Marianne auf den gemeinsamen Urlaub. Die Lösung dieses Problems, die sich Hans einfallen lässt, erweist sich als nicht glücklich. Sein fingiertes Telegramm nämlich fliegt auf und das hat Folgen … (Text: MDR)

Strohwitwer sein dagegen sehr
Marianne Neumann fährt für vierzehn Tage zu einem Lehrgang. Strohwitwer Hans hat viele Pläne, die Zeit nutzbringend auszufüllen. Kollegen, Hausgemeinschaft und Oma sorgen sich rührend um den vermeintlich Einsamen. Nichts wird’s damit, sich allein sein Lieblingsessen zu kochen, denn Oma steht schon auf der Matte und Frau Scholz bietet gleichfalls ihre Dienste an. Täglich könnte er mit gut gemeinten Frühstückstullen eine ganze Klasse durchfüttern und auch die Abende sind straff durchorganisiert. Hans flieht in ein Hotel. (Text: MDR)

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Transkript
00:07So würde ich es jedenfalls machen. Versuch's doch mal so.
00:10Naja, wenn du meinst, du bist der Meister, dann mach ich's mal so.
00:13Moin.
00:16Morgen, Schipke.
00:17Moin, Hans. Hat Strobo-Stick gesagt, dass...
00:19Dass du mich suchst? Ja, hatte. Worum geht's denn?
00:22Um die neue Maschine. Man hat von der Werkleitung angerufen.
00:25Du sollst die vier bis fünf Tage freinehmen, damit du bei der Projektierung mitreden kannst.
00:30Ein Wörtchen, meinten die.
00:31Was denn? Jetzt schon sind die denn schon so weit? Das hieß doch erst in vier Wochen frühestens.
00:36Nee, nee, nee. Flott, flott, flott, flott, flott. Montag rückt die Expertengruppe an.
00:42Ach, du dicker Vater.
00:44Nur keine Hemmungen, Hans Neumann. So wie du gebaut bist, wirst du schon würdig vertreten, ne?
00:49Darum geht's doch gar nicht.
00:51Ist da alles im besten Arm.
00:53Ja. Bis auf den Termin. Am Montag fängt nämlich mein Urlaub an.
00:57Urlaub? Wieso?
01:00Meine Frau hat doch in der Schule Herbstferde. Habe ich mir extra die Hälfte von meinem Urlaub aufgenommen.
01:05Habt ihr eine Ferienplätze?
01:06Hat meine Frau besorgt. Über die Schule.
01:09Im Sommer, da klappte es nicht so richtig. Da war sie ein bisschen krank.
01:14So ein Mistverflichter. Mach ich denn nur.
01:19Tja.
01:26Ich weiß auch nicht, wie wir das hinkriegen sollen.
01:29Die Leute von der Technologie, die rechnen natürlich mit dir.
01:34Ich hatte ja meine Mitarbeit fest zugesagt. Und ich freue mich ja ungeheuer.
01:38Aber da konnte ich doch nicht ahnen, dass das so schnell spruchreif ist und vier Wochen vorgezogen wird.
01:43Na, die Kollegen, die werden sich ja was dabei denken, nicht? Wenn sie den Termin vier Wochen vorziehen.
01:48Wie weit sind die denn mit der Projektierung?
01:50Wie weit?
01:51Wird von Endspurt gemarmelt.
01:54Deshalb wird ja dein Typ verlangt.
01:56Na, die rechnen damit, dass du da ein paar Hinweise über Störungsquellen geben kannst.
02:01Mit deiner praktischen Erfahrung.
02:04Ich wollte schon immer mal bei einer Entwicklungsarbeit mitmachen.
02:10Jetzt, wo man die Möglichkeit dazu hat.
02:18Ich muss da irgendwas schieben.
02:20Na, Hauptsache, du kennst keine Schwierigkeiten zu Hause.
02:24Mann, Schäpeke, da kennst du meine Frau aber schlecht. Die hat doch Verständnis.
02:30Nein.
02:32Ich habe dafür kein Verständnis.
02:37Du machst es mir aber wirklich schwer, Maja.
02:41Ich habe meine Mitarbeit zugesagt. Da kann ich doch nicht einfach auf Urlaub fahren.
02:46Hans?
02:48Na ja.
02:56Ich habe hin und her überlegt, aber es geht nicht anders.
03:00Wir werden unseren Urlaub verschieben müssen.
03:02Meinetwegen auf die Weihnachtsferien.
03:04Weihnachtsferien, so ein Quatsch.
03:06Da sind die Kinder da und Oma.
03:09Weihnachtsferien, was Dümmeres ist da auch noch nicht eingefallen.
03:12Aber ich ärgere mich doch selber, dass wir nicht fahren können.
03:15Ich sehe gar nicht ein, warum ausgerechnet du deinen Urlaub, unseren Urlaub verschieben sollst.
03:20Himmel, Herrgott, nochmal, weil ich im Betrieb gebraucht werde.
03:26Kann man die Kollegen nicht einfach im Stich lassen.
03:30Also ich will deine Arbeit wirklich nicht unterschätzen.
03:33Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Betrieb zusammenbricht, wenn du mal 14 Tage nicht da bist.
03:38Aber darum geht es doch gar nicht.
03:40So?
03:41Worum geht es denn dann bitte?
03:44Äh, das sind Betriebsprobleme.
03:47Das kannst du gar nicht beurteilen.
03:50Mhm.
03:51Immerhin weiß ich, dass du nicht der einzige Meister in der Endmontage bist.
03:55Es wird sich aber jemand finden lassen, der dich vorübergehend vertreten könnte.
03:59In allen Urlauben hat sich da einer gefunden, mein Lieber.
04:02Du weißt ja gar nicht, was du von mir verlangst, Marianne.
04:05Ich bin nicht der Typ, der einen Rückzieher macht.
04:08Ich heiße ein Rückzieher.
04:10Du gehst zu deiner Betriebsleitung und erklärst ihnen, meine Frau hat den Urlaub eingeplant und besteht auf Durchführung.
04:16Das fehlt er noch.
04:18Meister Neumann, ein Pantoffelheld.
04:21Mach dich nicht lächerlich.
04:23Ich habe die Ferienplätze besorgt.
04:26Wochenlang bin ich unseren Gewerkschaftsleuten auf die Nerven gefallen.
04:29Und jetzt, aus heiterem Himmel, soll alles umsonst gewesen sein?
04:35Mein lieber Mann, mein letztes Wort.
04:38Es wird gefahren.
04:44Na bitte.
04:46Letzten Ende setzen sich die Frauen doch immer durch.
04:49Nicht bei mir.
04:51Sieht aber ganz so aus.
04:52Abwarten, Schipke.
04:54Abwarten.
04:55Was ist denn nun?
04:57Machst du nun Urlaub oder bleibst du hier?
05:01Für mich ist erstmal wichtig, dass meine Frau zur Ruhe kommt.
05:04Naja, also fährst du doch.
05:06Nun frag doch nicht so wie ein Untersuchungsrichter.
05:10Ich muss ja schließlich disponieren.
05:12Wenn du nächste Woche nicht da bist, da brauche ich einen Ersatzmann für dich.
05:15Wer könnte dich denn bloß bei dieser Expertengruppe vertreten?
05:18Der Strohbusch vielleicht, hm?
05:20Strohbusch?
05:22Der kann sich doch immer nicht richtig ausdrücken.
05:24Hier wird doch nie nach Redetalent gefragt, sondern nach Fachwissen.
05:27Und das hat der Strohbusch, oder?
05:30Hat er, ja, hat er.
05:32Er könnte aus der Haut fahren.
05:35Da klutscht man irgendwo durch die Gegend und verpasst hier so wichtige Dinge.
05:39Ist ja gut, ist ja noch nicht mehr zu ändern.
05:43Abwarten, Schöpke.
05:46So.
05:48Ist dein Lieblingswort, nicht?
05:50Wenn ich an deiner Stelle wäre, ich würde ja abwarten.
05:53Bloß ich glaube nicht, dass die Kollegen Ingenieure das Projekt in der Schublade lassen,
05:57bis Herr Hans Neumann aus dem Urlaub zurück ist.
06:00Es wird sich schon eine Minute empführen.
06:04Wo ein Wille ist, da ist aber noch ein Weg.
06:21Weißt du, dass wir hier vor 20 Jahren schon mal gelaufen sind?
06:24Ich weiß.
06:26Als Verlobte?
06:28Kurz danach meldete sich Brigitte an.
06:31Mhm.
06:34Ach, ist das schön.
06:37Mal wieder so richtig wandern.
06:41Auslaufen.
06:42Tut dir auch gut.
06:45Und wie du siehst, es geht im Betrieb auch mal ohne dich.
06:50Und für dich mal ohne Betrieb.
06:54Ich bin total kaputt.
06:57Nach dem Mittagessen schlafen wir erst mal eine Runde.
06:59Mhm.
07:00Dann geht's.
07:01Musik.
07:03...
07:14Musik.
07:44Untertitelung des ZDF, 2020
08:14ZDF, 2020
08:34ZDF, 2020
08:53ZDF, 2020
09:15ZDF, 2020
09:59So, Adresse hätten wir. Lieber Hans. Nein, das nicht. Das ist nicht gut. Das klingt zufamiliär.
10:09Am besten ohne Anrede.
10:11In seinem Mittelpunkt bei geplantem Projekt.
10:48Musik
10:50Musik
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11:45Musik
11:52Habe ich schön geschlafen.
11:56Bist du schon lange wach?
11:58Nein, nein.
11:59Ich bin auch gerade erst aufgewacht.
12:03Was machen wir denn heute Nachmittag?
12:06Hast du irgendwelche Pläne?
12:09Nein, eigentlich nicht.
12:12Dann gehen wir eben ein bisschen bummeln.
12:15Ich denke, dir tun die Füße weh.
12:19Wir brauchen ja nicht gleich wieder einen Zehn-Kilometer-Marsch zu machen.
12:23Das schon gar nicht.
12:32Vielleicht sollten wir überhaupt nicht weggehen.
12:35Einfach mal liegen bleiben.
12:38Wird das ja auch ganz schön.
12:41Mir würde jetzt eine schöne Tasse Kaffee gut tun.
12:45Wollen wir nicht mal in die kleine, nette Konditorei gehen?
12:50Konditorei?
12:51Um diese Zeit?
12:53Wieso?
12:54Bist du erst halb vier, der Betrieb geht erst um vier los.
12:57Ja, eben.
12:59Da wird es voll sein, da kriegen wir keinen Platz mehr.
13:01Denn ehe wir hier wegkommen, ist es ja ohnehin nach vier.
13:05Wie sagst du immer so schön und richtig?
13:08Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
13:20Hans, zieh dir was an, Bademann.
13:24Moment.
13:29Ja, was gibt es?
13:30Ein Telegramm für Sie.
13:31Für mich?
13:33Ein Telegramm?
13:34Das wird ja hoffentlich nichts Unangenehmes sein.
13:37Vielen Dank.
13:38Bitte.
13:42Ein Telegramm?
13:43Es wird doch den Kindern nichts passiert sein.
13:46Dass du immer das Schlimmste denkst, wenn du ein Telegramm siehst.
13:50Mach es doch endlich auf.
13:51Ja, ja.
13:53Ja.
14:06Deine Mitwirkung bei geplantem Projekt...
14:08Die sind wohl verrückt geworden.
14:10Was ist denn, Hans?
14:11Hör mal zu.
14:13Deine Mitwirkung bei geplantem Projekt unerlässlich...
14:17Erwarten dich dringend, per sofort, grüßen deine Frau und bitten um Verständnis, V.E.B. Schwemer.
14:22Ach, du meine Güte.
14:25Die haben wohl nicht alle Tassen im Schrank.
14:27Wie soll das überhaupt heißen?
14:29Dringend und per sofort.
14:31Ich lass mich doch nichts zurückpfeifen wie ein entlaufender Köter.
14:33Deck dich doch nicht auf, Hans.
14:34Schade um die ganze Erholung.
14:35Also den Schipke, den kaufe ich mir.
14:39Dem erzähle ich was, das Sie hören und sehen vergeht.
14:42Von wegen unerlässlich.
14:43Ich habe ihm klipp und klar erklärt, er soll eine Vertretung für mich suchen.
14:47Haben Sie wahrscheinlich keinen gefunden.
14:49Sei nicht so laut.
14:51Ich stehe sein.
14:53Immer bin ich dran.
14:54Nicht mal im Urlaub hat man seine Ruhe.
14:56Jagen ein Telegramm hierher, das ist doch wohl der Gipfel.
15:01Marianne, was sagst du denn dazu?
15:02Sag doch auch mal was.
15:03Also wenn ich diesen Schipke jetzt hier vor mir hätte, den...
15:06Hans, schrei nicht so.
15:08Du bist hier in einem Ferienheim.
15:10Nicht in deiner Montagehalle.
15:12Also da erinnere mich lieber nicht dran.
15:14Kaum wird man sich eingewöhnt, soll man schon wieder weg.
15:18Was machen wir denn nun?
15:20Keine Ahnung.
15:22Du musst doch irgendwie reagieren auf das Telegramm.
15:26Der Wisch kommt in den Papierkorb.
15:29Wo er hingehört.
15:31So.
15:34Damit schaffst du das Problem auch nicht aus der Welt.
15:37Ja.
15:39Du meinst also, ich muss fahren?
15:44Dir wird nichts anderes übrig bleiben.
15:54So ein Mist.
15:56Verflickster.
15:59Also diesen Schipke, den könnte ich...
16:01Der Schipke hat auch nur seine Pflicht getan.
16:04Glaubst du, dem macht es Spaß, dich aus dem Urlaub zurückzuholen?
16:09Schade um die schönen Urlaubsplätze.
16:12Und wenn du sie dringend gebraucht wirst.
16:16Ich habe das neulich unterschätzt.
16:18Entschuldige, Hans.
16:20Mach dir nicht auch noch Vorwürfe.
16:24Eigentlich bin ich stolz auf dich.
16:27Dein Betrieb kann dich eben doch nicht entbehren.
16:31Ja.
16:32Ja.
16:34Na gut.
16:36Dann werde ich mal anfangen, unsere Koffer zu packen.
16:39Wieso denn unsere?
16:41Du glaubst doch nicht, dass ich hier bleibe.
16:43Aber selbstverständlich bleibst du hier, Marianne.
16:46Was soll ich denn hier?
16:47Ausruhen, spazieren gehen, auf die Wiese legen, schlafen, lesen.
16:50Nee.
16:51Ohne dich macht es mir keinen Spaß.
16:53Marianne, ich bitte dich.
16:55Du kannst es einfach nicht dulden,
16:56dass du meinetwegen auf deinen wohlverdienten Urlaub verzichtest.
16:59Genügt doch, wenn es einen trifft.
17:01Also, tu mir den Gefallen und bleib hier.
17:0414 Tage ohne dich?
17:08Sollst doch du dich wenigstens erholen.
17:12Also gut.
17:14Pack ich nur einen Koffer.
17:37Mach's gut.
17:43Fahr vorsichtig.
17:46Dann öfter's.
17:52Dann öfter's.
17:58Dann öfter's.
18:05Dann öfter's.
18:16Miss Telegram.
18:29Miss Telegram.
18:43Grüßen deine Frau und bitten um Verständnis.
18:52Moment mal.
19:01Das gibt es doch nicht.
19:05Das ist doch nicht möglich.
19:13Entschuldigen Sie bitte.
19:14Ich hätte gerne eine Auskunft.
19:16Ja, bitte?
19:18Können Sie mir sagen, wo dieses Telegram aufgegeben wurde?
19:21Das steht doch drauf.
19:24Da.
19:26Da steht dieser Ort?
19:27Ja, natürlich.
19:29Das ist also kein Tippfehler.
19:31Bestimmt nicht.
19:33Ich habe dieses Telegram selber angenommen.
19:35Ungefähr vor einer Stunde.
19:39Ja, dann.
19:40Ist was nicht in Ordnung?
19:43Doch, doch.
19:43Na, ich dachte schon.
19:46Bisschen komisch kam es mir ja vor, dass ein Telegram vom Schwermaschinenbau hier am Ort aufgegeben wird.
19:52Aber der Herr sagte was von betriebsinternen Angelegenheiten und das hätte schon so seine Richtigkeit.
20:00Ja, ja.
20:01Die hat es.
20:03Dankeschön.
20:07Na, warte.
20:12Ja, bitte.
20:13Guten Morgen, Herr Neumann.
20:15Ein Telegram für Sie.
20:16Telegram für mich?
20:17Neumann.
20:18Ja, natürlich.
20:19Hans Neumann.
20:20Bitte.
20:22Danke vielmals.
20:30Lieber Hans, mach dir keine Gewissensbisse, Urlaub gerettet, nette Gesellschaft gefunden.
20:35Hoffe, du kommst allein zurecht.
20:36Herzlichst, Marianne.
20:50Erst weiß ich nicht, wie sie die 14 Tage überstehen soll.
20:56Allein.
20:58Feinfasst.
21:01Und jetzt?
21:03Auf einmal.
21:11Was heißt denn überhaupt?
21:13Nette Gesellschaft?
21:14Nein.
21:16Ich möchte doch wissen, was ich mir darunter vorstellen soll.
21:20Ich glaub, auch bloß den Rücken zu kehren.
21:28Nette Gesellschaft.
21:33Nette Gesellschaft?
21:37Klingt ja für mich wie Kurschatten.
21:40Aber Marianne doch nicht.
21:43Das würde sie ja auch nicht telegrafieren.
21:55Verlaub gerettet.
22:06Den Retter wollen wir uns mal ansehen.
22:12Auf den einen Tag kommt's jetzt auch nicht mehr an.
22:38Nein, Marianne.
22:39Ah!
22:41Was fällt Ihnen ein?
22:43Verlassen Sie sofort das Zimmer.
22:45Ja, aber...
22:46So eine Unverschämtheit.
22:47Stürmt hier herein, ohne anzuklopfen.
22:49Wir werden uns beim Heimleiter beschweren.
22:51Bitte, machen Sie keinen Aufsehen.
22:53Ich hatte mich in der Tür geirrt.
22:55Entschuldigen Sie vielmals.
22:56Ich dachte, das wäre die Nummer 14.
22:57Das ist Zimmer 14.
23:02Ja, was machen Sie denn dann hier?
23:04Die 14 ist doch unser Zimmer.
23:06Na, erlauben Sie mal.
23:08Heimleiter!
23:09Heimleiter!
23:09Psst, psst!
23:10Nicht so laut, meine Herrschaften.
23:12Hilfe!
23:12Was ist denn hier los?
23:13Das möchte ich gerne von Ihnen wissen.
23:16Ich komme hierher.
23:17Es sind fremde Leute in unserem Zimmer.
23:19In unserem Bett.
23:21Wo ist denn meine Frau?
23:23Ihre Frau?
23:24Aber Herr Neumann, Ihre Frau ist doch abgereist.
23:32Abgereist?
23:32Mit dem Nachtzug gestern Abend.
23:35Wissen Sie das nicht?
23:38Wissen Sie das nicht?
23:40Wissen Sie das nicht?
24:09Untertitelung des ZDF, 2020
24:29Nein, ja, ne?
24:34Nein, ja, ne?
24:39Nein, ja, ne?
24:42Marianne?
24:50Marianne?
24:52Marianne?
24:55Marianne?
25:20Oma, stell dir vor, Marianne ist weg.
25:22Na weg, verschwunden.
25:23Im Ferienheim ist sie nicht mehr und hier ist sie auch nicht, wie?
25:28Ja, ich musste dort leider zurück.
25:31Ein Betrieb hatte mich zurückgerufen.
25:33Ganz wichtige Angelegenheit.
25:35Wie bitte?
25:40Ja, Oma, du hast recht.
25:41Ich komme erst mal zu dir.
25:45Ich denke, die haben dich zurückgeholt.
25:48Hast du mir doch gesagt am Telefon vorhin.
25:51Aber Oma, das ist doch alles ganz nebensächlich jetzt.
25:53Mich interessiert nur, was mit Marianne los ist.
25:55Was machst du denn hier?
25:57Was machst du denn hier bei meiner Schwiegermutter Schäbke?
26:00Na ja, ich habe unentwegt versucht, dich gestern da in deinem Ferienheim zu erreichen.
26:06Ach, ihr braucht mich also.
26:09Aber nein.
26:11Ich wollte dich nur beruhigen.
26:13Ich wollte dir sagen, dass hier alles tadellos klappt.
26:16Strohbusch füttert dich sehr gut.
26:19So.
26:21Na ja, er kann zwar nicht so geschliffen formulieren, aber sonst als Fachmann, du, erste Klasse.
26:29Ja, das freut mich ja dann.
26:32Aber du sagtest doch vorhin, dass du im Interesse deines Betriebes deinen Urlaub unterbrechen musstest.
26:40Und jetzt hört man das...
26:41Oma, das ist doch alles ganz unwichtig jetzt.
26:44Wichtig ist nur, wo...
26:46Sie schickt mir hier so ein albernes Telegramm.
26:49Das...
26:50Das ich...
26:54Da liegt ja mein Telegramm.
26:57Das ich mir...
26:58Das Mann mir...
27:00...die ihr selbst geschickt hast.
27:03Marianne?
27:04Ja.
27:05Hast du erst mal eine Tasse Kaffee?
27:07Wird dir gut tun.
27:09Nach der vielen Hin- und Herfahrerei.
27:14Ich hab dein Telegramm mitgebracht als Urlaubsandenken.
27:19Und dann hab ich mir gedacht, solltet ihr auch eins schicken.
27:22Auch als Urlaubsandenken.
27:25Ja, Marianne, ich weiß nicht.
27:27Ich verstehe nicht, wieso weißt du das...
27:29Lieber Hans Neumann, bei einem Telegramm muss man immer auch den Aufgabeort beachten.
27:35Der steht nämlich deutlich über dem Text.
27:42Lass doch was.
27:47Aber dein Telegramm ist dir hier aufge...
27:50Ich sag doch, ich sag doch, man muss immer den Aufgabeort beachten.
27:54Die Hin- und Herfahrerei hättest du dir sparen können.
28:01Ich fahre eben zu gerne Auto.
28:05Dazu kriegst du hinreichend Gelegenheit.
28:09Ab morgen ist im Ferienheim unser Zimmer wieder frei.
28:16Ist ein schlechtes Gewissen?
28:19Na, dann ist ihr gut.
28:22Ich sag doch, ich sag doch, ich sag doch...
28:29Ich sag doch, ich sag doch...
29:19Untertitelung des ZDF, 2020
29:48ZDF, 2020
30:07ZDF, 2020
30:27Was hast du denn gesagt?
30:30Böbala, böbala, bübala.
30:33Dann ist ja alles klar.
30:35Ich habe dir was zu lesen mitgebracht.
30:39Danke.
30:41Sechs Senkrecht.
30:44Vorübergehend alleinstehender Mann mit elf Buchstaben.
30:54Strohwitwer.
30:56Was sind schon 14 Tage?
30:59Du wirst dich wundern, wie schnell die vorbei sind.
31:02Ich habe ja auch ein umfassendes Legansprogramm zu absolvieren.
31:15Was machst du so allein?
31:17Brigitte in Leipzig.
31:19Ich? Was meinst du, was ich mir alles vorgenommen habe für die nächsten 14 Tage?
31:28Garage aufräumen, Auto waschen, basteln.
31:34Auch lesen.
31:36Dann bist du also kein bisschen traurig, dass ich dich jetzt allein lasse.
31:41Natürlich bin ich das.
31:43Lüge nicht, Hans Neumann.
31:45Schließlich freut sich jeder altgediente Ehemann, wenn sein Weib ihn mal für einige Zeit allein lässt.
31:51Natürlich freue ich mich nicht darüber.
31:53Ja.
31:54Bestenfalls, dass ich wieder mal alleine...
31:56Aha.
31:57Also doch.
31:58Na, du mal raus mit der Sprache.
32:01Äh, ich wollte sagen, Junge, ich meine, dass ich beispielsweise wieder alleine kochen kann.
32:07Oh, das war schwach.
32:10Was kannst du schon kochen?
32:12Ich?
32:13Oh, mache zum Beispiel ausgezeichnete Bratkartonne.
32:16Und die mache ich mir am Sonntag, als Sonntagsknaller.
32:20Guten Appetit.
32:21Danke.
32:23Und in Brotwurst und Krise und Butter brauchst du dich nicht zu kümmern.
32:26Das habe ich gestern alles noch eingekauft. Reicht für die nächste Zeit.
32:29Das stimmt.
32:31Wieso sagst du so bestimmt bestimmt?
32:33Na, weil ich gestern auch für die nächsten 14 Tage schon angekauft habe.
32:39Was hat er eben gesagt?
32:41Er hat gesagt, dass alle auf dem Bahnsteig anwesenden Ehemänner gebeten werden,
32:45die Freude über die Abreise ihrer Ehefrauen nicht allzu deutlich zu zeigen.
32:59Also dann gute Fahrt.
33:01Ja.
33:03Und denk ein bisschen an mich.
33:05Das tue ich ganz bestimmt.
33:08Tschüss.
33:22Auf.
33:27.
33:57Untertitelung des ZDF, 2020
34:24Untertitelung des ZDF, 2020
34:38Untertitelung des ZDF, 2020
35:03Untertitelung des ZDF, 2020
35:04Untertitelung des ZDF, 2020
35:45Untertitelung des ZDF, 2020
36:14Untertitelung des ZDF, 2020
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37:55Untertitelung des ZDF, 2020
38:08Musik
38:48Wie fühlt man sich im Sohn an einer frauenlosen Wohnung?
38:51Frauenlos? Ja, auch.
38:55Die eine weg waren, zwei andere da, meine Schwiegermutter und meine Nachbarin.
39:06Kati hat mir für dich ein Stuhlenpaket mitgegeben, damit du nicht verhungerst, hat sie gesagt.
39:12Du, meine ist da tatsächlich auf denselben Gedanken gekommen. Das heißt eigentlich, eigentlich bin ich.
39:20Also ich habe zu meiner Frau gesagt, du mach doch mal für unseren Hans ordentliche Stuhle mit, damit er uns
39:25nicht vom Fleisch fällt.
39:26Hier, hau rein. Selbstgemachte Leberwurst, die meucheln dort Schweine.
39:36Ihr seid wirklich eine Wucht, aber ausgerechnet heute.
39:43Schwiegermutter? Frau Scholz?
39:46Ja, nein, nein. Langt mal mit zu.
39:52Hey Hansch!
39:55Meine Frau meinte, da du jetzt abends immer so allein bist, ich soll dich zum Abend erst mitbringen.
40:01Kommst du nur mit in den Wirkling?
40:01Ich glaube nicht sehr nett von euch, aber ich habe so viel vor.
40:04Genau, voll. Das kannst du doch auch morgen machen.
40:06Das ist ein herrliches Wetter, Alter.
40:07Du Hansch, mag ich bloß nicht hängen?
40:10Meine Frau heute bin ich extra...
40:12Na schön.
40:20Das ist ein herrliches Wetter.
40:57Musik
41:27Musik
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42:03Musik
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42:15Musik
42:21Oh, komm mal.
42:23Oh, ja, ja, ja.
42:24Das wird der Löwchen, der Perl.
42:25Ich bin bitte drügend, der Perl.
42:26Du, du.
42:26Das spielt deine Großmutter im Fenster.
42:29Was ist denn hier los, gibt's kein Bier mehr hier?
42:30Moment.
42:31Komm doch mal nach.
42:33Hier.
42:34Oh, du, Jasebeck.
42:35Hans.
42:37Hans, kannst du mal deinen Kühlschrank befragen?
42:40Hänschen!
42:41Da ist er!
42:41Ach, wo ist denn der denn?
42:46Schmeckt es?
42:47Ernst!
42:48Das ist ja ein Ding.
42:52Guck dir mal dem Karbeuschen nach.
42:54Pst!
43:00Das ist ja ein Ding.
43:02Wo kann der sein?
43:04Bitte.
43:06Danke.
43:06Wie lange möchten Sie bleiben?
43:11Bis meine Frau wieder da ist.
43:15Bis zum nächsten Mal.

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