- vor 2 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00Daniel, es war übrigens keine Absicht von mir, dass du mich ausgerechnet im Cozy One abgeholt hast.
00:07Vielleicht hätte ich dir gar nicht auf Band sprechen sollen, wo ich bin.
00:10So musste ich dich wenigstens nicht suchen.
00:12Ja, dann würde er jetzt mich auch anrufen können.
00:15Wer weiß, vielleicht habe ich es darauf angelegt, Julia zu begegnen.
00:18Und? War es okay für dich, sie zu sehen?
00:22Ja, natürlich.
00:26Ich habe noch einen Termin mit unserem Rechtsberater,
00:28aber vielleicht hast du ja Lust, den Abend mit mir zusammen am See zu verbringen.
00:32Eine sehr schöne Idee.
00:38Der See hat etwas Magisches.
00:41Alles verändert sich. Das Licht, die Farben.
00:48Wenn ich ihn zeichne, kommt es mir vor, als ob er mit mir spricht.
00:52Und heute sagt er nur noch, geh fort.
00:55Vergiss ihn.
00:57Und schau nicht zurück.
01:13Julia.
01:23Hey, what you looking for?
01:28No one has the answer.
01:32They just want more.
01:36Hey, who's gonna make it right?
01:44This could be the first day of my life.
01:52Ich wusste nicht, dass du hier bist.
01:55Mir war kalt.
01:57Deswegen habe ich mir die Jacke geholt.
01:59Das war doch okay, oder?
02:00Ja, natürlich.
02:03Ich dachte, du bist...
02:16Julia.
02:24Das ist ja eine Überraschung.
02:27Ja.
02:29Hallo.
02:33Ich bin zum Zeichnen hergekommen.
02:35Ich wusste nicht, dass ihr beide hier verabredet seid.
02:37Ja, ist doch kein Problem.
02:40Oder?
02:42Nein.
02:44Die Stelle hier eignet sich sehr gut.
02:48Zum Zeichnen eigentlich.
02:50Sie müssen völlig übergeschnappt sein.
02:53Warum sollte ausgerechnet ich Ihnen
02:55Julias Zeichen umgeben?
02:57Weil ich Ihnen eine Menge Geld biete.
03:00Sie glauben wohl, mit Geld lässt sich alles regeln, was?
03:03Jeder hat seinen Preis.
03:05Ich nicht.
03:07Auch nicht bei 10.000 Euro?
03:09Bar auf die Hand?
03:10Sie könnten damit ein paar nette Abende
03:12am Roulette-Tisch verbringen, oder?
03:17Vergessen Sie es.
03:19Ich will Ihr Geld nicht.
03:21Sie würden Julia damit einen großen Gefallen tun.
03:24Kaum.
03:26Wollen Sie, dass Ihre Zeichnungen
03:27in einer Schublade versauern,
03:29wo Sie niemand sehen kann?
03:32Bei Ihrem großen Talent?
03:34Julia und Ihr Talent?
03:36Das ist Ihnen doch völlig egal.
03:38Aus irgendeinem Grund
03:39haben Sie die Zeichnung von Julia dringend nötig.
03:44Aber von mir werden Sie die nicht bekommen.
03:51Hast du die Bewerbungsmarke für das Stipendium schon fertig?
03:55Na, an ein paar Zeichnungen arbeite ich noch.
03:58Ja, Maria hat mir davon erzählt,
03:59dass du dein Studium wieder aufnehmen willst.
04:01Ja, wenn das mit dem Stipendium jetzt wirklich klappt.
04:03Ach, bei deiner Begabung habe ich da gar keine Sorge.
04:05Ich drücke dir jedenfalls die Daumen.
04:07Danke.
04:08Ich glaube, ich mache mich jetzt mal wieder auf den Weg.
04:10Darf ich die Jacke vielleicht ein andermal zurückgeben?
04:12Ja, natürlich.
04:14Okay.
04:15Danke dann.
04:16Bis bald.
04:18Bis bald.
04:26Alles in Ordnung?
04:28Ja, klar.
04:31Alles bestens.
04:32Alles bestens.
04:48Kommen Sie jetzt erst von Ihrem Treffen mit Christa?
04:53Gibt es etwas dagegen einzuwenden?
04:55Nein.
04:57Ich wundere mich nur.
04:58Ich dachte, Sie versuchten das Treffen so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.
05:04Frau Schilling und ich hatten sehr viel zu besprechen.
05:07Ah.
05:08Dann waren Ihre Bedenken wohl ganz umsonst.
05:18Ich weiß nicht, was Sie meinen.
05:20Dann sind Sie beide also heute gut vorangekommen.
05:24Ja.
05:26Ich habe Frau Schilling die Gründungsgeschichte der Manufaktur erzählt.
05:30Verstehe.
05:31Ich hoffe nur, Sie haben ihr nicht wieder Ihre Jahreszahlen-Litanei aufgesagt.
05:37Wie kommen Sie denn darauf?
05:41Ich habe ihr die Geschichte erzählt.
05:45Wie sich mein Ur-Ur-Ur-Großvater und meine Ur-Ur-Großmutter kennengelernt haben.
05:52Und er aus eigener Kraft die Manufaktur aufgebaut hat.
05:56Dann werden Sie also mit Christa weiterarbeiten.
06:00Abwarten.
06:01Ich muss erst die Texte der Frau Schilling sehen.
06:05Und wir haben eine Probezeit von zwei Wochen vereinbart.
06:08Eine Probezeit?
06:09Das ist doch nicht nötig.
06:10Sie werden keine bessere Schreibhilfe als Christa finden, Herr Grafenberg.
06:16Eva.
06:17Jetzt habe ich mal eine Frage an Sie.
06:21Haben Sie meiner Schwiegertochter zufällig von meiner Geschäftsverbindung erzählt?
06:27Nein, natürlich nicht.
06:29Sie hatten mich doch um Diskretion gebeten.
06:31Warum fragen Sie?
06:33Annabelle ist ganz plötzlich im Lanzino aufgetaucht.
06:37Und da dachte ich...
06:38Ach, dass ich sofort weitergetratscht hätte.
06:41Also wirklich, Herr Grafenberg.
06:57Egal, wo wir uns treffen, es ist immer total verkrampft.
07:01Daniel hat geglaubt, ich sei Marie.
07:03Und ich wäre wirklich gern an Ihrer Stelle gewesen.
07:06Doch wenn wir zu dritt sind, fühle ich mich immer total überflüssig.
07:11Auch wenn wir uns alle drei Mühe geben, es funktioniert nicht.
07:16Lieber fange ich woanders nochmal von vorne an, als mir das weiter anzutun.
07:46Vorhin, das ist Dir nicht leicht gefallen, oder?
07:48Was meinst du?
07:51Die Begegnung mit Julia.
07:56Ich möchte jetzt wirklich nicht über Julia sprechen.
08:01Du willst einfach so tun, als ob nichts passiert wäre.
08:05Wär es dir lieber, wenn ich sage, es ist jedes Mal ganz furchtbar, wenn wir uns sehen.
08:09Wenn du es so empfindest? Ja.
08:14Na ja, es fühlt sich immer noch ein bisschen komisch an, aber Julia gehört der Vergangenheit an.
08:22Und die Zukunft möchte ich mit dir erleben.
08:26Aber du hast vorhin so befangen ausgesehen, als ich dazukomme.
08:30Marie, wir versuchen nur, miteinander umzugehen wie ganz normale Menschen.
08:35Das ist doch vernünftig.
08:36Aber Vernunft und Gefühle haben oft nicht wirklich was miteinander zu tun.
08:41Was soll denn das jetzt heißen?
08:43Wär es dir lieber, wir würden uns jedes Mal in die Gurgel gehen?
08:45Natürlich nicht.
08:52Ich möchte nur, dass du ehrlich bist.
08:55Zu mir.
08:57Und vor allem zu dir selber.
09:00Aber das bin ich.
09:05Ganz sicher.
09:18Machst du jetzt auch Feierabend?
09:19Ja, ich gehe nachher noch ins Kino.
09:21Er wollte noch mal nach Hause.
09:23Ins Kino?
09:24Allein?
09:25Nein, mit Jörg.
09:27Ah, ihr versteht euch gerade ziemlich gut, oder?
09:31Mhm.
09:32Sag mal, kannst du mich ein Stück mitnehmen?
09:33Ich muss noch in die Stadt ein paar Sachen kaufen.
09:34Lilly und ich wollen heute Lasagne machen.
09:37Und Tim?
09:38Der ist auch mit dabei.
09:40Du willst es also wirklich durchziehen, ja?
09:44Ich meine, die Freundschaft zu Lilly.
09:46Obwohl du eigentlich mehr für sie empfindest.
09:48Tue ich doch gar nicht.
09:50Ich scheine mir da was eingebildet zu haben.
09:51Lilly ist meine beste Freundin, mir nicht.
09:53Und genau deswegen habe ich mich entschlossen, hier zu bleiben und nicht nach Italien zu gehen.
09:58Außerdem hat sie mir versprochen, wieder mehr Zeit mit mir zu verbringen.
10:01Mhm.
10:02Ah, deswegen das Essen.
10:03Verstehe.
10:04Na, dann wünsche ich euch viel Spaß.
10:05Lass uns gehen.
10:08Seid ihr schon auf dem Nachhauseweg?
10:10Ja, aber wir sehen uns ja nachher dann.
10:12Auf jeden Fall.
10:12Ich freue mich.
10:14Und treffen wir uns dann am Kino, oder?
10:16Wofür hältst du mich?
10:17Ich hole dich natürlich ab.
10:20Und wann dann genau?
10:21Ich habe noch ein bisschen was zu tun, aber in einer Stunde bin ich auf jeden Fall fertig.
10:26Okay.
10:27Also in einer Stunde dann bei dir.
10:28Äh.
10:30Bei mir.
10:31Gut.
10:31Bis dann.
10:35Silke, ich würde ganz gern Vorladen schluss zum Supermarkt.
10:40Silke.
10:40Äh, was hast du gesagt?
10:42Vergiss es.
10:43Komm.
10:44Komm.
11:03Gut, dass du da bist.
11:05Ich habe hervorragende Neuigkeiten.
11:09Du hast Julia einer Gehirnwäsche unterzogen und jetzt ist sie bereit, uns ihre Designs zu überlassen.
11:13Du warst auch schon mal witziger.
11:15Ich habe Julias Mutter getroffen.
11:17Und was ist daran so hervorragend?
11:20Ich habe sie aufgefordert, uns Julias Zeichnungen zu besorgen.
11:24Und weil ihr so dicke Freundinnen seid, hast du sie sofort zugesagt?
11:27Natürlich nicht.
11:28Aber du kennst ja ihre kleine Schwäche.
11:31Ich hatte sehr überzeugende Argumente.
11:34Ich habe ihr 10.000 Euro geboten, damit sie uns den kleinen Gefallen tut.
11:39Julia hat dein Geld auch nicht angenommen.
11:41Wieso sollte das bei ihrer Mutter anders sein?
11:43Weil ihre grenzenlose Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit ganz gewiss nicht von ihrer Mutter stammen.
11:50Und wenn du dich irrst?
11:52Nein.
11:53Ich kenne Leute wie diese Christa Schilling.
11:56Sie wollen immer alles richtig machen und enden doch nur im Chaos.
12:01Was machst du da eigentlich?
12:03Einen Brief an Frederik schreiben.
12:05Wieso?
12:06Redet ihr nicht mehr miteinander?
12:09Ich will ihm in dem Brief alles gestehen und erklären, was passiert ist.
12:13Vielleicht drückt er ja nochmal ein Auge zu.
12:15Das ist doch absurd.
12:18Wenn du zur Feige bist, Frederik die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, bitte.
12:23Aber das da wird auch nicht deinen Job retten.
12:26Mach mich vorher da gleich mit dazu.
12:28Keine Sorge, ich schwärze dich schon nicht an.
12:30Patricia, bitte.
12:32Frederik wartet doch nur auf eine Gelegenheit wie diese, um mich aus der Firma zu jagen.
12:37Mach dir keine Sorgen.
12:39Ich habe diese Christa Schilling am Haken.
12:42Sie wird uns die Zeichnungen liefern.
12:44Und weder Frederik noch sonst jemand wird jemals die Wahrheit erfahren.
13:14Na ja, es könnte schon etwas später werden.
13:19Hey, guten Abend, Christa.
13:21Guten Abend, Tobias.
13:23Und?
13:24Wie ist es gelaufen?
13:26Er hat dein erstes Arbeitstreffen mit Herrn Grafenberg.
13:29Ach so, das.
13:30Ja, es lief ganz gut.
13:31Wie, das ist alles?
13:34Du hast doch immer solche Sorgen gemacht, ob ihr beide euch verstehen würdet.
13:36Ja, schon.
13:38Wir haben uns sehr gut verstanden.
13:40Aber das heißt, ihr arbeitet weiter zusammen.
13:42Das weiß ich noch nicht.
13:43Ich muss erst mal die Probezeit überstehen.
13:46Frau Christa, ist alles in Ordnung mit dir?
13:51Ja, natürlich.
13:52Was soll denn nicht in Ordnung sein?
13:54Ja, keine Ahnung, das frage ich ja dich.
13:57Mach dir mal keine Sorgen.
13:59Ist alles okay.
14:00Ich bin nur müde.
14:02Na denn?
14:04Sag mal, Tobias, wegen der Heizung, du hast doch neulich gesagt, man müsste eigentlich die gesamte Heizungsanlage austauschen, oder?
14:15Ja, das wäre auf jeden Fall sehr ratsam, bevor der Winter kommt.
14:19Deswegen bin ich vorhin noch mal die ganzen Finanzen durchgegangen.
14:22Ja, und?
14:23Es wird schon irgendwie gehen.
14:26Aber wir müssten erst mal etwas auf Sparflamme leben.
14:31Jürgen und ich, wir werden euch was dazugeben.
14:33Ganz bestimmt.
14:35Jetzt macht ihr mal keinen Stress, Christa.
14:36Ich krieg das schon hin.
14:38Und wenn nicht, dann bestell ich uns eben einen warmen Geldregen.
14:42Also, gute Nacht.
14:44Bis morgen.
15:02Bis morgen.
15:30Untertitelung des ZDF, 2020
15:52Untertitelung des ZDF, 2020
16:30Untertitelung des ZDF, 2020
16:39Untertitelung des ZDF, 2020
16:46Untertitelung des ZDF, 2020
17:09Untertitelung des ZDF, 2020
17:15Untertitelung des ZDF, 2020
17:45Untertitelung des ZDF, 2020
17:45Untertitelung des ZDF, 2020
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17:45Untertitelung des ZDF, 2020
17:571, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10.
18:351, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10.
18:47Das kitzelt.
18:48Oh, das ist gut zu wissen, dass du kitzelig bist.
18:50Tim, alles aber nicht kitzeln.
18:53Nein.
18:56Wow, bist du stark.
18:58Aber nur, wenn es ums Kitzeln geht. Also Frieden?
19:00Okay, Frieden.
19:11Sollen wir nicht lieber in dein Zimmer gehen?
19:14Papa ist mit ein paar Freunden vom Angelverein unterwegs. Das dauert immer lange.
19:19Und Nico?
19:21Den interessiert nicht, was wir machen.
19:24Wenn du meinst.
19:42Ja, hallo, ich bin's.
19:43Ich warte hier mit dem ganzen Kochzeug auf euch.
19:45Also macht hin.
19:46Oder meldet euch, wenn's noch länger dauert.
20:00Hi, Herr Baden.
20:03Lass euch nicht stören.
20:04Ich bin gleich weg.
20:06Was suchst du denn?
20:07Mein Schlüssel. Ich will nur ins Cozy gehen.
20:10Der liegt wie immer beim Telefon.
20:15Na dann, viel Spaß noch.
20:17Ciao, Nico. Die auch.
20:21Der sah ja voll fertig aus.
20:23Immer noch wegen seiner mysteriösen Traumfrau.
20:27Ja.
20:28Dann meint Nico es endlich mal ernst und dann läuft alles schief.
20:31Ich wünschte, ich könnte ihm irgendwie helfen.
20:34Aber das können wir uns ein andermal überlegen.
20:38Okay.
20:39Heute denke ich nur noch an dich.
20:41Zufrieden?
20:57Ich hoffe, du findest mich jetzt nicht irgendwie ein bisschen albern oder so.
21:00Wieso?
21:02Na, weil ich doch vorhin losgeweint hab, als die beiden sich am Ende dann doch noch gefunden haben.
21:08Was sollte daran albern sein?
21:10Na ja, also es ist schon ein bisschen daneben, wegen so einem Kitsch loszuweinen.
21:16Ganz und gar nicht, Silke.
21:18Ich finde es wunderbar, wenn man keine Angst davor hat, seine Gefühle zu zeigen.
21:24Wow.
21:25Also die Männer, die ich bisher kannte, die fanden das immer total peinlich.
21:32Mir geht dieses betont Männlichkeit hohe auf die Nerven.
21:35Ist doch viel besser, wenn man weiß, woran man ist, oder?
21:55Bist du still?
21:59Ich genieße einfach die Ruhe.
22:03Die klare, frische Luft.
22:07Man kann schon ganz deutlich spüren, dass der Winter vor der Tür steht.
22:12Ja, ich kann nur hoffen, dass er nicht so hart wird wie der letzte.
22:16Wenn es dabei schneit, habe ich nichts dagegen.
22:20Im Sanatorium in der Schweiz war der Winter immer meine liebste Jahreszeit.
22:24Wenn alles ganz weiß ist und still.
22:30Weißt du noch, wie wir kurz vor dem Abi den Skiurlaub gemacht haben?
22:34Ja, wo wir fast eine Woche eingeschnallt waren.
22:37Ich hatte solche Angst, dass wir da nie mehr rauskommen.
22:41Das hast du dir aber nicht anmerken lassen.
22:43Ich konnte mich eben gut ablenken.
22:47Für mich war es damals das Wichtigste, dass ich mit dir zusammen bin.
22:53Und heute? Ist es da anders?
23:00Na ja, nein, also, sagen wir mal so.
23:05Heute weiß ich, dass ich nicht alles von dir abhängig machen darf.
23:10Ich habe dich damals sehr unter Druck gesetzt.
23:14Ich dachte, ohne dich ist mein Leben vollkommen sinnlos und leer.
23:21Marie, es tut mir sehr leid, was damals...
23:25Das war ja nicht deine Schuld.
23:28Das habe ich in der Therapie begriffen.
23:34Ich werde dich nicht wieder unter Druck setzen.
23:37Du sollst dich frei entscheiden.
23:41Ja.
23:42Genau das
23:44tue ich auch.
24:03Guten Abend, Vater.
24:05Vöderweg.
24:07Eva sagte, du möchtest mich sprechen.
24:11Ja, richtig.
24:16Ich dachte, du hast gar keine Zeit mehr zum Golfspielen.
24:21Weil du rund um die Uhr mit deiner Chronik beschäftigt bist.
24:24Manchmal tut es eben gut, sich von der Arbeit abzulenken.
24:28Hast du mal über meinen Vorschlag nachgedacht?
24:32Ja, dass du dir jemanden suchst, der dich dabei unterstützt.
24:36Ich habe es mir durch den Kopf gehen lassen.
24:39Aber deshalb wollte ich nicht mit dir sprechen.
24:42Ich wollte von dir wissen, wie es in der Firma aussieht.
24:46Du meinst die Eingelingheit mit Annabelle?
24:48Ja.
24:49Hat sich schon was Neues ergeben?
24:52Nein.
24:54Die Sache bleibt äußerst merkwürdig.
24:57Ich werde den Verdacht nicht los, dass Annabelle Industrie-Spionage betrieben hat.
25:01Das kann ich mir nicht vorstellen.
25:05Jedenfalls glaube ich nicht, dass es ein Missverständnis gewesen ist, wie Annabelle es behauptet.
25:12Ich kann dein Misstrauen verstehen, Frederik.
25:14Aber was hätte Annabelle davon zu behaupten?
25:18Bosemann würde Designs entwerfen, die mit unseren Wildrosenserien identisch sind.
25:26Keine Ahnung.
25:29Ich weiß nur, dass ihr jedes Mittel recht ist, um mich zu sabotieren.
25:32Aber damit ist jetzt Schluss.
25:34Was heißt das?
25:36Ich habe jemanden beauftragt, sie nicht aus dem Auge zu lassen.
25:40Ich werde über jeden ihrer Schritte informiert werden, was die Arbeit betrifft.
25:44Wer ist das?
25:48Jemand, auf dessen Loyalität ich mich hundertprozentig verlassen kann.
25:59Wollen wir noch was trinken gehen?
26:01Ich meine, ich muss morgen früh raus, aber du wohnst doch direkt über dem Kosi.
26:05Vielleicht können wir ja dahin gehen.
26:07Ins Kosi?
26:10Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.
26:15Ach, du meinst wegen Julia, weil sie dich angezeigt hat.
26:20Was hat sie denn damit eigentlich bezweckt?
26:24Julia ist nicht immer die, für die sie sich ausgibt.
26:29Wie meinst du das?
26:32Ach, ich hätte jetzt gar nicht damit anfangen sollen.
26:35Ich finde es nicht okay, über jemanden schlecht zu reden.
26:38Ja, ja, ja, ja.
26:39So geht's mir auch.
26:42Aber ich wüsste schon gern, woran ich bei Julia bin.
26:47Julia und ich...
26:48Ja?
26:50Wir hatten in Südafrika eine kurze Zeit mal was miteinander.
26:54Nein.
26:56Nein.
26:57Leider hatte ich nicht das finanzielle Polster, um sie glücklich zu machen.
27:02Als sie das bemerkte, hat sie mich sitzen lassen.
27:07Das passt gar nicht zu Julia.
27:09Sie kann sich ihm sehr gut verstellen.
27:12Dann hat sie es also auch auf Daniels Geld abgesehen?
27:15Und hat ihn sofort verlassen, als sein Großvater ihn entärmen wollte.
27:21Dann ist es vielleicht doch nicht so eine gute Idee, ins Kosi zu gehen.
27:26Nein.
27:27Ich sehe es gar nicht ein, warum wir Julia Schillingers den Weg gehen sollten.
27:31Die hat ein Problem mit mir und nicht umgekehrt.
27:36Bitte.
27:36Alles gut.
27:37Danke.
27:55Geht's dir gut, Nico?
27:58Sehe ich so aus?
28:00Nee, nicht wirklich.
28:04Wenn ich dir irgendwie helfen kann.
28:06Wenn du reden möchtest, dann sag's.
28:09Danke.
28:11Aber mir ist im Moment nicht nach Quatschen.
28:16Ich will einfach nur hier sitzen.
28:18Ein Bier trinken.
28:21Nicht fragen, warum ich nicht schwul geworden bin.
28:26Weiß jemand von euch, wo Lilly ist?
28:28Ja.
28:30Ist doch bei uns zu Hause.
28:31Wieso?
28:32Wie, bei euch zu Hause.
28:33Und Tim?
28:35Ja, auch.
28:37Das gibt's doch nicht.
28:39Haben Sie gesagt, ob Sie heute Abend irgendwas vorhaben?
28:41Zumindest nichts außer Haus.
28:44Was interessiert sich das denn so?
28:46Weil ich mit denen verabredet war.
28:48Scheint meine Schwester wohl vergessen zu haben.
28:53Danke.
28:54Sag mal, Julia.
28:56Warum sind Frauen eigentlich manchmal so richtig unsensibel Trampel?
29:00Vielleicht, weil sie Männern ähnliches nachstehen wollen?
29:12Liebeskummer.
29:14Keiner bleibt verschont.
29:16Ich weiß ganz genau, wie die beiden sich jetzt fühlen.
29:20Wenn man verliebt ist, denkt man, der ist es jetzt.
29:23Irrtum ausgeschlossen.
29:25Und dann passiert was und alles geht schief.
29:29Ich glaub nicht, dass nach Daniel noch mal jemand kommt, der für mich genauso wichtig ist.
29:36Guten Abend, Daniel.
29:38Guten Abend, Mutter.
29:40Möchtest du auch einen Cognac?
29:41Ja, gern.
29:43Danke.
29:45Ich habe gehört, dass du und Marie, dass ihr euch einen schönen Abend gemacht habt.
29:53Ja, haben wir.
29:56Und warum bist du denn so komisch?
29:57Habt ihr euch gestritten?
29:59Nein.
30:02Aber irgendetwas ist doch vorgefallen.
30:06Lass mich raten.
30:07Deine merkwürdige Stimmung hat etwas mit dieser Julia Schilling zu tun, richtig?
30:13Wie kommst du denn jetzt darauf, Mutter?
30:16Immer wenn unsere Familie in letzter Zeit Ärger hatte,
30:19hingen sie irgendwie mit drin.
30:21Ich begreife das einfach nicht.
30:23Warum kann diese Frau Schilling und ihre Tochter unsere Familie nicht endlich mal in Ruhe lassen?
30:31Was hat denn jetzt Julias Mutter damit zu tun?
30:33Ich habe sie heute im Lanzino getroffen mit deinem Großvater.
30:37Sie unterstützt ihn bei seiner Chronik.
30:40Aber das ist jetzt nicht so wichtig.
30:41Erzähl mir lieber, was ist denn vorgefallen mit Julia Schilling?
30:45Hat sie vielleicht diesmal behauptet,
30:47ich würde Marie nach dem Leben trachten oder vielleicht sogar Werner?
30:54Ich habe sie nur zufällig getroffen.
30:56Im Bootshaus.
30:59Schon wieder?
31:02Diesmal war ich mit Marie dort verabredet.
31:05Und was wollte Julia dort?
31:07Sie hat gezeichnet.
31:10Gezeichnet?
31:11Was denn?
31:12Ich habe mir die Zeichnung nicht angesehen.
31:14Warum interessiert dich das so?
31:16Tut es nicht.
31:17Was ist denn passiert, als ihr euch begegnet seid?
31:22Nichts.
31:23Es war einfach eine blöde Situation.
31:26Vielleicht solltest du in Zukunft einen großen Bogen um dieses Bootshaus machen.
31:31Es war vielleicht gut genug, mit Julia Schilling dort ein paar nette Stunden zu verbringen.
31:36Aber Marie hat etwas Besseres verdient.
31:40Etwas mit Stil und Ambiente.
31:43Eben einen Ort, an dem ihr Julia Schilling ganz bestimmt nicht begegnen werdet.
32:05Ich glaube, jetzt gehen wir doch besser in mein Zimmer.
32:10Oh.
32:12Zwei Anrufe in Abwesenheit.
32:14Von wem denn?
32:17Oh nee, von Kolja.
32:19Wie war es drin?
32:20Wir waren noch mit ihm verabredet.
32:23Ah, shit, das habe ich auch voll vergessen.
32:26Gerade habe ich ihn noch überredet, nicht nach Italien zu gehen, weil mir unsere Freundschaft so wichtig ist.
32:30Und was mache ich bei der erstbesten Gelegenheit?
32:32Ich lasse ihn sitzen.
32:33Ja, komm, lass ihn anrufen und sagen, wir sind auf dem Weg.
32:36Wir kriegen noch hin.
32:44Er geht nicht ran.
32:46Er ist schon nicht mit der Lautmusik oder ist nicht cozy gegangen oder so.
32:50Bloß nicht Alkohol, ist keine Lösung.
32:52Ist aber so.
32:54Euch wird es bestimmt nicht besser gehen, wenn ihr euch hier voll laufen lasst.
32:57Tja, da siehst du mal.
33:00Wozu die Frauen uns Menge treiben.
33:07Was willst du hier?
33:09Jörg ist mein Gast.
33:10Wir waren gerade im Kino und wir wollen jetzt noch was trinken.
33:13Was dagegen?
33:15Silke, das weißt du vielleicht nicht, aber Jörg hat hier Hausverbot.
33:18Und das muss er auch einhalten.
33:24Und ich glaube, es gibt noch einige andere Dinge, die du nicht über Jörg weißt.
33:29Na, da bin ich ja mal gespannt.
34:05Warum sollte ausgerechnet ich Ihnen?
34:09Julias Zeichnung.
34:10Weil ich Ihnen eine Menge Geld biete.
34:13Sie glauben wohl, mit Geld lässt sich alles regeln, was?
34:16Jeder hat seinen Preis.
34:18Ich nicht.
34:20Auch nicht bei 10.000 Euro?
34:22Da auf die Hand.
34:30Jörg hat also gedroht, Daniel umzubringen.
34:33Ich weiß, dass es unwahrscheinlich klingt, aber es ist wahr.
34:36So wahr, dass die Polizei die Ermittlungen eingestellt hat.
34:39Jörg ist nicht der, für den du ihn hältst, Silke.
34:42Das ist ja komisch.
34:43Das gleiche hat er vorhin von dir behauptet.
34:45Ich weiß, dass ihr zusammen wart.
34:46Und ich weiß auch, dass du ihn verlassen hast, weil er zu wenig Geld hat.
34:49Ich war nie mit Jörg zusammen.
34:50Das ist auch nicht richtig.
34:52Vielleicht in seinen Träumen.
34:53Weißt du was, Julia?
34:55Das muss ich mir gar nicht weiter anhören.
34:57War doch nicht so eine gute Idee, hierher zu kommen.
34:59Ja, du hast recht.
35:01Lass uns woanders hingehen.
35:06Hi, Silke.
35:07Den Laden unterstütze ich nicht mehr.
35:12Hey, Julia.
35:16Ist bei dir alles in Ordnung?
35:18Ja, ja, mach dir keine Sorgen.
35:20Kümmer du dich mal besser um deinen Bruder und Kolja.
35:23Dem scheinen es heute beiden nicht so gut zu gehen.
35:30Na, sieh mir eine an.
35:33Meine Schwesterin hat sich doch noch an eure Verabredung erinnert.
35:36Na toll.
35:37Dann können wir ja gleich die Lasagne machen.
35:57Daniel, ich weiß, du willst bestimmt nicht nochmal darüber sprechen.
36:03Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass du dir und mir gegenüber nicht ehrlich bist.
36:12Marie, bitte.
36:15Ich habe dir schon gesagt, wie ich zu Julia stehe.
36:18Was willst du denn noch hören?
36:22Liebst du sie noch?
36:27Nein.
36:31Entschuldige, dass ich immer solche Zweifel habe.
36:34Aber die Begegnung am Bootshaus war so...
37:11Julia, Julia, what are you out?
37:12I.
37:24Hallo.
37:26Hallo, Julia.
37:29Du siehst ja ganz schön k.o. aus.
37:32Ja, ich hatte ein paar unangenehme Begegnungen heute.
37:36Da geht's nur noch duschen und ins Bett.
37:39Julia?
37:40Ja?
37:41Ich hab noch mal über das Angebot von Annabelle Grafenberg an dich nachgedacht.
37:47Wär es nicht besser, wenn du doch drauf eingehen würdest?
37:51Was?
37:53Du hast doch selbst gesagt, dass es nicht gut wäre, wenn ich noch mal für sie arbeiten würde.
37:57Ja, aber da wusste ich ja noch nichts von deinem Studium.
38:01Ich meine, es wäre doch gut, wenn du die Manufaktur als Referenz angeben könntest.
38:07Könnte ich eben nicht.
38:08Weil die Entwürfe ja offiziell von Patricia Grafenberg wären, das weißt du doch.
38:13Naja, dann musst du ihm verlangen, dass du als Designerin genannt wirst.
38:16Darauf würden sich die Grafenbergs nie einlassen.
38:20Aber das Geld, das könntest du doch gut brauchen, wenn du jetzt wieder studierst.
38:25Deswegen bewerbe ich mich ja für das Stipendium.
38:27Ja, aber wenn das nicht klappt.
38:29Du willst doch dein Studium auf jeden Fall wieder aufnehmen.
38:33Oder?
38:34Was sollen denn die ganzen Fragen, Mama?
38:38Ich schaffe das auch ohne die Grafenbergs und ihre Manufaktur.
38:43Egal, wie schwierig das wird.
39:02Annabelle!
39:04Hallo.
39:05Guten Abend.
39:07Marie, schön, dich zu sehen.
39:08Ich dachte, du und Daniel, ihr hättet euch bereits zurückgezogen.
39:12Ja, das haben wir auch.
39:13Ich wollte nur eine Flasche Wasser aus der Küche holen.
39:17Übrigens, Daniel hat mir von eurer unangenehmen Begegnung mit dieser Person erzählt.
39:22Ach, du meinst Julia?
39:24Ja, natürlich.
39:25Ich kann es nicht fassen, dass sie unsere Familie nicht in Ruhe lassen kann.
39:29Ich bitte dich nicht, so über Julia zu sprechen.
39:35Marie, du weißt doch, was sie unserer Familie angetan hat.
39:38Sie wird sicher ihre Gründe gehabt haben.
39:41Julia tut nichts aus purer Bosheit.
39:43Du verteidigst sie auch noch?
39:46Ja, weil ich sie trotz aller Umstände sehr mag und weil wir weiter befreundet bleiben wollen.
39:52Man muss nicht glauben.
39:54Nach allem, was sie Daniel angetan hat.
39:56Was? Was sagt eigentlich Daniel zu der Sache?
39:59Er akzeptiert meine Entscheidung.
40:02Und wenn die gute Julia sich an Daniel wieder ranmacht, was dann?
40:08Das wird sie nicht tun.
40:11Daniel hat mir versichert, dass er über Julia hinweg ist.
40:16Annabelle, du weißt, deine Meinung ist mir sehr wichtig.
40:19Aber was Julia angeht, sehe ich die Sache immer ein bisschen anders.
40:24Marie.
40:26Ich möchte doch nur, dass dir niemand wehtut.
40:29Ich weiß.
40:31Und dafür bin ich dir auch dankbar.
40:33So.
40:35Jetzt habe ich Daniel lang genug warten lassen.
40:38Gute Nacht.
40:39Gute Nacht.
40:48Annabelle Grafenberg?
40:50Ach, Sie sind es.
40:52Schön, dass Sie sich melden.
40:55Jetzt noch?
40:56Kein Problem.
40:59Gut.
41:00Nein, in der Manufaktur.
41:03Ich sage dem Fördner Bescheid.
41:05Bis gleich.
41:06Gute Nacht.
41:20Gute Nacht.
41:26Guten Abend, Frau Gravenberg
41:28Guten Abend, Frau Schilling
41:30Schön, dass wir uns so schnell wiedersehen
41:33Hat mit dem Förder alles geklappt?
41:35Mhm
41:36Gut
41:38Dann kommen wir gleich zur Sache
41:40Sie meinten am Telefon, Sie hätten sich's überlegt
41:43Mhm
41:45Wir kommen also ins Geschäft?
41:49Ja
41:51Ich werde Ihnen einige Zeichnungen von Julia geben
41:58Das war keine Vereinbarung, Mutter
42:00Das war ein Erpressungsversuch
42:01Ich war es nicht, die Julia Schillings Entwürfe als ihre eigenen ausgegeben hat
42:05Du weißt, dass es so nicht gewesen ist
42:06Bist du glücklich mit Marie?
42:08Marie und ich, wir haben nochmal ganz von vorne angefangen
42:10Das war eine sehr gute Entscheidung
42:12Das geht mir gut
42:13Daniel ist dir alles andere als egal
42:16Ja, aber ich
42:17Die Frage ist, ob du damit leben kannst, dass deine Freundin
42:19Den gleichen Mann liebt wie du
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